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EM-Qualifikation:Fast perfekt

Das deutsche Fußballnationalteam der Frauen schließt seine souveräne EM-Qualifikation mit 3:1 gegen Irland ab. Die Teilnahme des Gruppenersten für das Turnier 2022 in England war schon lange gesichert.

Von Anna Dreher, Dublin/München

Nach einer zuvor makellosen Bilanz hat das deutsche Fußballnationalteam der Frauen in der EM-Qualifikation das erste Gegentor kassiert, seine Siegesserie aber fortgesetzt. Am Dienstagabend gewann die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in Dublin gegen Irland 3:1 (2:1). Es war der achte Sieg im achten und abschließenden Qualifikationsspiel bei einem Torverhältnis von 46:1. Die Teilnahme des Gruppenersten für das Turnier 2022 in England war schon lange gesichert.

Um die Belastung zu verteilen, hatte Voss-Tecklenburg die Startaufstellung im Vergleich zur Begegnung gegen Griechenland (6:0) vergangenen Freitag auf sieben Positionen verändert. Trotz der Umstellung dominierten ihre Spielerinnen die Partie von Beginn an. Nach mehreren Chancen gelang die Führung gegen die tief stehenden Gegnerinnen dann aber erst durch einen von Lina Magull souverän verwandelten Foulelfmeter in der 21. Minute. Kurz darauf erhöhte Tabea Waßmuth in ihrem zweiten Länderspiel mit einem starken Fernschuss auf 2:0 in der 29. Minute. Die Partie spielte sich fast ausschließlich in der irischen Platzhälfte ab. Torhüterin Ann-Katrin Berger wurde bei ihrem Debüt die gesamte erste Halbzeit bis knapp zur Pause nicht gefordert - und musste dann doch hinter sich greifen. Marina Hegering foulte Denise O'Sullivan beim ersten Abschlussversuch der Irinnen. Katie McCabe trat den fälligen Elfmeter in der 44. Minute unhaltbar ins linke obere Eck.

Nach der Pause tat sich das deutsche Team schwerer, verlor an Souveränität und wirkte bisweilen müde. Erst in der 85. Minute gelang der nächste Treffer: Nach einem Pass der eingewechselten Lea Schüller legte sich Waßmuth den Ball zurecht - und schoss in einer Art Kopie ihres ersten Tores den 3:1-Endstand, dieses Mal allerdings mit links. Mit dieser Partie endete das sportliche Jahr der DFB-Fußballerinnen.

© SZ vom 02.12.2020
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