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EM-Auslosung:Erst gegen Frankreich, dann gegen Portugal

EURO 2016 - Final Portugal vs France

Gegner der DFB-Elf: die Finalisten von 2016, Frankreich und Portugal.

(Foto: dpa)
  • Deutschland trifft bei der Fußball-EM 2020 auf Frankreich, Portugal und eine Mannschaft, die erst nach den Nations-League-Playoffs Ende März feststeht.
  • Das Eröffnungsspiel bestreiten Italien und die Türkei am 12. Juni (21 Uhr) in der Gruppe A im Olympiastadion von Rom.

Joachim Löw lächelte ein wenig gequält, als die Hammergruppe bei der EM besiegelt war. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bekommt es im kommenden Sommer gleich in der Gruppenphase mit Weltmeister Frankreich und Titelverteidiger Portugal zu tun. Die Équipe tricolore und das Team von Cristiano Ronaldo wurden dem Team von Bundestrainer Joachim Löw am Samstag als Kontrahenten in die Gruppe F zugelost. Der dritte deutsche EM-Gegner wird erst am 31. März nach Ende der Playoff-Partien feststehen. Sieben Optionen gibt es noch. Das Eröffnungsspiel bestreiten Italien und die Türkei am 12. Juni (21 Uhr) in der Gruppe A im Olympiastadion von Rom.

"Das ist die Hammergruppe schlechthin. Jeder muss in dieser Gruppe ans Limit gehen", sagte Löw, der aber betonte, dass "meine Vorfreude weiter gestiegen" ist: "Das sind super Paarungen. Da können sich die Fans drauf freuen." Und Fritz Keller sagte: "Mit diesen Spielen können wir gleich Fußball-Fieber in Deutschland entfachen. Das ist ein Hammer-Los." Er fügte an: "Angst habe ich keine." DFB-Direktor Oliver Bierhoff befand: "Wir gehen sicherlich nicht als Favorit in Gruppe."

Für Manuel Neuer und Co. beginnt das Turnier mit dem ersten von drei Heimspielen am 16. Juni in München gleich mit dem Spiel gegen die Franzosen. In der Nations League hatte es zuletzt ebenfalls in München ein 0:0 und in Paris ein 1:2 gegen das Ensemble um Kylian Mbappé und Antoine Griezmann gegeben. Bei der letzten EM 2016 besiegelten die Franzosen 2016 in Marseille das deutsche Turnier-Aus im Halbfinale (0:2). Vier Tage später geht es nun am 20. Juni gegen Portugal. Für dieses Los hatte ausgerechnet Löws Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm gesorgt. An den Titelverteidiger Portugal hat Löw aber gute Turnier-Erinnerungen. Bei der EM 2012 (1:0) und auf dem Weg zum WM-Titel 2014 (4:0) gab es Vorrundensiege.

Gruppe A: Türkei, Italien, Wales, Schweiz

Gruppe B: Dänemark, Finnland, Belgien, Russland

Gruppe C: Niederlande, Ukraine, Österreich, Playoff-Sieger Pfad D oder A

Gruppe D: England, Kroatien, Tschechien, Playoff-Sieger C

Gruppe E: Spanien, Schweden, Polen, Playoff-Sieger B

Gruppe F: Playoff-Sieger A oder D, Portugal, Frankreich, Deutschland

Unklar ist weiterhin, gegen wen Deutschland sein drittes Gruppenspiel am 24. Juni bestreitet. Sieben Optionen gibt es noch. Gewinnt Island, Bulgarien oder Co-Gastgeber Ungarn den Playoff-Pfad A, ist dieses Team in der deutschen Gruppe. Setzt sich dort aber Rumänien durch, wird definitiv ein EM-Neuling zum Löw-Kontrahenten. Da Rumänien als Co-Gastgeber in die Niederlande-Gruppe muss, würde der Sieger des Pfades D in die DFB-Gruppe kommen: Georgien, Nordmazedonien, Kosovo oder Weißrussland sind dann die Kandidaten.

Auch ohne Kenntnis über alle Kontrahenten kann Löw nun in die weiteren konkreten EM-Planungen einsteigen, wie er schon vor der Auslosung angekündigt hatte. Für den Bundestrainer ist es bereits die vierte EM-Endrunde. Auf diese Marke kommt keiner seiner Vorgänger. 2008 führte er seine Mannschaft ins Endspiel gegen Spanien (0:1). 2012 und 2016 setzte es unnötige Niederlagen in den Halbfinals gegen Italien (1:2) und Frankreich (0:2). Der EM-Titel gelang noch nicht.

Auf dem Weg zum Titel hält der Turniermodus viele Routen quer durch Europa bereit. Als Gruppensieger würde Löw im Achtelfinale nach Bukarest zurückkehren und dann via St. Petersburg Richtung Halbfinals und Endspiel am 12. Juli in London weiterziehen wollen.

Als Gruppenzweiter könnte es zu einem emotionalen Achtelfinale in Dublin gegen die stark eingeschätzten Engländer kommen. Nächste Station wäre dann Rom vor der erhofften London-Reise. Auch als Gruppendritter ist das Weiterkommen möglich, wenn mindestens zwei andere Drittplatzierte schlechter sind. Dann wären Bilbao/München oder Budapest/Baku die Spielorte für die ersten beiden K.o.-Runden.

Von Ende Mai an wird Löw seinen Kader in Seefeld in Tirol auf das Turnier vorbereiten. Fix ist nun ein Test in Basel gegen die Schweiz während des Trainingslagers. Ein weiterer Kontrahent für die EM-Generalprobe soll in Kürze bekanntgegeben werden. Bereits vereinbart ist ein Gastspiel im März in Madrids Estadio Santiago Bernabeu gegen Spanien, das wie Deutschland mit je drei Turniererfolgen EM-Rekordsieger ist.

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