bedeckt München
vgwortpixel

Fußball:Finnland qualifiziert sich erstmals für EM

Euro 2020 - Group J Qualification - Finland v Liechtenstein

Nicht zu halten: Finnlands Torjäger Teemu Pukki (r.).

(Foto: REUTERS)

Angeführt von Stürmer Teemu Pukki bezwingen die Finnen in der EM-Quali Liechtenstein - und sind erstmals bei einem großen Turnier dabei. Die Schweiz macht einen großen Schritt - Schweden qualifiziert sich.

Finnlands Fußball-Nationalmannschaft hat angeführt vom früheren Bundesligaprofi Teemu Pukki das Ticket für die Europameisterschaft im kommenden Jahr gelöst und sich somit erstmals für ein großes Turnier qualifiziert. Gegen Liechtenstein kamen die Skandinavier mit dem Leverkusener Keeper Lukas Hradecky im Tor zu einem 3:0 (1:0). Das genügte, um in Gruppe J den zweiten Platz zu sichern. Ganz vorne liegt Italien, dessen EM-Teilnahme bereits seit Wochen feststeht.

In Helsinki erzielte Jasse Tuominen (21.) den Führungstreffer der Finnen. Der ehemalige Schalker Pukki (64./Foulelfmeter, 75.) legte mit einem Doppelpack nach. Für den 29-Jährigen waren es die Treffer acht und neun im neunten Qualifikationsspiel - insgesamt haben die Finnen 15 Tore erzielt. Hradecky verlebte derweil einen ruhigen Abend, dafür feierte er die Tore seines Teams ausgelassen mit den finnischen Fans. Aus dieser Gruppe hat zudem noch Bosnien-Herzegowina eine Chance, sich zu qualifizieren: Über die Playoffs, die das Team vom Balkan bereits durch den Sieg in der Gruppe B3 der Nations League sicher erreicht hat.

Fußball-EM Nachhilfe vor dem Flip-Chart
DFB-Team

Nachhilfe vor dem Flip-Chart

Wie viele Punkte sind nötig, damit sich die DFB-Elf für die EM qualifiziert? Wissen selbst die Nationalspieler nicht so genau. Ein Nervenspiel wollen sich alle ersparen.   Von Ulrich Hartmann

Schweiz macht großen Schritt

Die Schweizer Nationalmannschaft hat im Kampf um die EM-Teilnahme das Ziel dicht vor Augen. Mit acht Bundesliga-Profis in der Startelf gewannen die Schweizer glanzlos gegen Georgien mit 1:0 (0:0), Debütant Cedric Itten (77.) erlöste die Gastgeber in St. Gallen mit seinem Treffer auf Vorlage von Borussia Mönchengladbachs Denis Zakaria.

Konkurrent Dänemark setzte sich auch dank zweier Treffer des Hoffenheimer Bundesligaprofis Robert Skov mit 6:0 (1:0) gegen Außenseiter Gibraltar durch und übernahm mit nun 15 Punkten die Führung in Qualifikationsgruppe D, die Schweiz hat einen Zähler weniger auf dem Konto.

Als Dritter hat auch das am Freitag spielfreie Irland (12) allerdings noch Chancen auf die Qualifikation. Am Montag kommt es zum entscheidenden Duell mit Dänemark, die Schweiz reist nach Gibraltar und hätte mit einem Sieg die Qualifikation sicher. Haben am Montagabend alle drei Teams 15 Punkte auf dem Konto, entscheidet der direkte Dreier-Vergleich.

Schweden dabei

Schweden hat sich mit einem ungefährdeten Sieg in Rumänien für die EM qualifiziert. Das Team um die Bundesliga-Profis Emil Forsberg und Robin Quaison besiegte die Rumänen am Freitagabend in Bukarest mit 2:0 (2:0). Damit sind die Schweden vor dem letzten Spieltag in der Qualifikationsgruppe F nicht mehr von Platz zwei zu verdrängen und haben das Ticket für die Europameisterschaft im kommenden Jahr sicher.

Der Ex-Hamburger Marcus Berg hatte die Skandinavier in der 18. Minute nach starker Vorarbeit von Leipzigs Forsberg per Kopfball in Führung gebracht, ehe der Mainzer Quaison die Führung 16 Minuten später ausbaute. Schweden hat damit vor seiner abschließenden Begegnung gegen die Färöer-Inseln am Montag in Stockholm 18 Punkte auf dem Konto und liegt hinter Spanien (23) uneinholbar vor Rumänien und Norwegen (beide 14).

Die bisher feststehenden Teilnehmer für die EM 2020 im Überblick:

  • Belgien
  • Italien
  • Russland
  • Polen
  • Ukraine
  • Spanien
  • England
  • Tschechien
  • Frankreich
  • Türkei
  • Finnland
  • Schweden
Fußball-EM Finnlands Fußball-Botschafter

Teemu Pukki

Finnlands Fußball-Botschafter

Mit sieben Toren schießt Teemu Pukki sein Team fast sicher zur ersten EM-Teilnahme. Mit Mitte 20 hatte man ihn abgeschrieben - dass er inzwischen aufblüht, liegt auch an seinem früheren Trainer Alexander Zorniger.   Von Sebastian Fischer