Admir Mehmedi

Wer am Sonntag Bundesliga kucken wollte, brauchte starke Nerven. Zwei Spiele, vier Teams - und so viel Spektakel wie beim Bingo-Abend im Seniorenheim. Immerhin, in Freiburg schien beim grauenhaften 0:0 gegen Gladbach die Sonne. Und ein Breisgauer hätte ja durchaus etwas unternehmen können gegen die Langeweile. Admir Mehmedi durfte einen Elfmeter für den SC schießen, weil Tony Jantschke zuvor ziemlich ungeschickt gegen Maximilian Philipp gegrätscht hatte. Mehmedi lief also an, legte sich weit nach hinten, sehr weit, zu weit - und säbelte die Kugel über die Latte. So formschön und meilenweit drüber, dass fast noch die Sonne über dem Schwarzwald erlosch. Es passte zu diesem Tag in Freiburg. Es war einfach zu schön, um dem Gegner weh zu tun.

(jbe)

Bild: AFP 1. September 2014, 10:332014-09-01 10:33:00 © SZ.de/jbe/dd