Elf des Spieltags – René Adler

René Adler: Schon häufig ist die undankbarer Rolle des Torhüters im Allgemeinen und beim Fußball im Besonderen thematisiert worden. Wohl selten hat sich diese undankbare Rolle jedoch zu einer Dramatik verdichtet wie bei Hamburgs Keeper René Adler im Spiel gegen Bayer Leverkusen. Bisweilen hatte es den Eindruck, als ob der 29-Jährige nicht zwei Arme hat, sondern drei, vier oder gar sechs. Irgendwie brachte er seine oberen Extremitäten immer an den Ball und die Leverkusener Angreifer zur Verzweiflung. Er schien unüberwindbar - bis, ja bis er ein Schüsschen von Julian Brandt durch seine Hände gleiten ließ, ein Ball, den jeder E-Jugend-Torhüter gefangen hätte. 1:1 lautete das Ergebnis daraufhin - viel zu wenig im Hamburger Existenzkampf. Viele wären an solch einem Patzer zerbrochen, sie hätten womöglich noch mehr folgenschwere Fehler gemacht. Adler schüttelte sich einmal - und hielt, als wäre nichts passiert. Der Lohn: der späte Siegtreffer des HSV durch Heiko Westermann.

(schma)

Bild: dpa 7. April 2014, 10:272014-04-07 10:27:17 © SZ.de/bavo