Elf des Spieltages in der BundesligaBayerische Buben

"Wir sind keine Mädchen": Die Münchner Jérôme Boateng und Thomas Müller schubsen und brüllen, der Hamburger Paolo Guerrero streckt den Gegner mit Kung-Fu nieder, nicht einmal Jupp Heynckes legt noch Wert auf Freundschaften. Und Otto Rehhagel? Zitiert Goethe. Die Elf des Spieltags.

"Wir sind keine Mädchen": Die Münchner Jérôme Boateng und Thomas Müller schubsen und brüllen, der Hamburger Paolo Guerrero streckt den Gegner in Kung-Fu-Form nieder, nicht einmal Jupp Heynckes legt noch wert auf Freundschaften. Und Otto Rehhagel? Zitiert Goethe. Die Elf des Spieltags.

Jupp Heynckes: Der Bayern-Trainer war richtig angefressen - und doch versuchte er im Interview ruhig zu bleiben. Soeben hatten die Münchner in Leverkusen vielleicht schon die Meisterschaft verspielt, da erdreistete sich ein ARD-Reporter, Jupp Heynckes aus der Reserve zu locken. Wie es denn in diesen Krisenzeiten um die Freundschaft zu den Klub-Oberen stehe, wollte er wissen. "Was heißt hier Freundschaft", blaffte Heynckes, "was hat das denn jetzt damit zu tun? Ich bin hier beim FC Bayern angestellt, und wir müssen Spiele gewinnen. Deshalb bleibe ich ganz ruhig." Der Kopf des Rekordmeister-Coaches errötete dabei, wie man es sonst nur von Uli Hoeneß kennt. So ähnlich können sich tatsächlich nur echte Freunde sein. (jbe)

Bild: Bongarts/Getty Images 5. März 2012, 09:562012-03-05 09:56:46 © Süddeutsche.de/lala