Eisschnellläuferin Sophie Warmuth hat sich mit Platz zwei beim Weltcup in Inzell Selbstvertrauen für die Olympischen Spiele in Mailand geholt. Die 23-jährige Erfurterin lief über 500 Meter auf einen Podestplatz, allerdings fehlten zwei Wochen vor Beginn der Spiele einige Läuferinnen aus der Weltspitze. Auch Weltrekordlerin und Weltcupsiegerin Femke Kok aus den Niederlanden hatte sich krank abgemeldet.
Warmuth, die am Freitag im ersten Rennen über 500 Meter noch gestürzt war, lag nach 37,61 Sekunden nur hinter Siegerin Kaja Ziomek-Nogal aus Polen (37,25). „Das habe ich nicht erwartet. Es ist etwas Besonderes im eigenen Land eine Medaille zu gewinnen“, sagte Warmuth, die sich im Gesamtweltcup noch auf Rang fünf vorschob.
Unterdessen hat Finn Sonnekalb in Inzell über die 1000-Meter-Distanz eine vordere Platzierung verpasst. Der 18-jährige Junioren-Weltrekordler aus Erfurt kam in 1:08,12 Minuten auf den elften Rang und hatte im direkten Duell 1,29 Sekunden Rückstand auf den 21-jährigen US-Ausnahmeläufer Jordan Stolz, der mit Bahnrekord gewann (1:06,83).
Am Freitag war er über 1500 Meter Neunter, auch hier gewann Weltmeister Stolz. Der Heimweltcup sei „eher ein Trainingswettkampf“, hatte Sonnekalb gesagt, „da ist es nicht so schlimm, wenn ich da nicht aufs Podest laufe.“ Der Fokus liegt bereits auf den Olympischen Spielen in Mailand.