Eisschnelllauf:Meister des Jahreszeitenwechsels

Felix Rijhnen glückt beim Weltcup-Auftakt ein Sieg im Massenstart

Von Barbara Klimke

Das Umschalten vom Sommer- in den Wintermodus ist eine knifflige Angelegenheit: Kaum jemand hat den Jahreszeitenwechsel diesmal so souverän gemeistert wie Felix Rijhnen. Im September war der vielseitige Athlet aus Darmstadt noch Marathon-Dritter bei der Europameisterschaft der Inlineskater - auf Rollen und Asphalt. Kaum fiel Mitte November der Startschuss zur Eissaison, siegte er beim Weltcup in Stavanger - im Massenstart auf Kufen. Es war ein bemerkenswerter Coup: Denn Weltcupsiege von Eisschnellläufern haben in der deutschen Wintersportlandschaft inzwischen Seltenheitswert; für den Quereinsteiger Rijhnen, 32, im Vorjahr schon mal Dritter, war es der erste Triumph auf Eis; und ein Massenstartsieg eines männlichen Eisflitzers ist hierzulande tatsächlich ein Novum. Der Kollege Felix Maly aus Erfurt wurde in Stavanger Siebter. Eine Woche später, beim zweiten Weltcup in Heerenveen, kam Rijhnen auf Platz zehn. Die Disziplin Massenstart, bei der sich die Läufer nicht in Paaren, sondern im Pulk bewegen, liege ihm, sagt Langstreckler Rijhnen: "Das taktische Verständnis habe ich seit zwanzig Jahren im Inlineskating geschult." Im Dezember folgt der Weltcup in Kanada: Es könnte eine interessante Eiszeit werden.

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