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Eisschnelllauf - Berlin:Eisschnelllauf-Verband kündigt Sportdirektor Kulik

Berlin
Ehemaliger Sportdirektor Matthias Kulik. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/archiv (Foto: dpa)

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Berlin (dpa) - Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft trennt sich von ihrem seit 2018 amtierenden Sportdirektor Matthias Kulik. Wie der kommissarische DESG-Präsident Matthias Große am Freitag in Berlin mitteilte, habe Kulik die Kündigung wegen "eines indiskutablen Fehlverhaltens über Monate" zum 31. Januar 2021 erhalten. In einem vertraulichen Schreiben an Mitglieder, Vereine und Landesverbände hatte Große bereits tags zuvor über die Trennung informiert. Dem Verband habe Kulik durch "zahlreiche sportfachliche Verfehlungen" nachweislich Schaden zugefügt, so Große. Kulik war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Aufgaben des Sportdirektors wird in Zukunft die frühere Chemnitzer Eisschnellläuferin Nadine Seidenglanz (36) übernehmen, die rund zehn Jahre lang Erfahrungen im Management der Sportart in den Niederlanden sammelte.

Die Stelle des Sportdirektors kann erst ausgeschrieben werden, wenn der erwartete Rechtsstreit der DESG mit Kulik beendet ist. In einem laut Große nur vierminütigen Personalgespräch mit Kulik per Videocall sei keine einvernehmliche Lösung gefunden worden. Daher wird nun ein Nachspiel vor dem Arbeitsgericht erwartet. "Ich sehe einer möglichen rechtlichen Auseinandersetzung gelassen entgegen und werde alles dafür tun, weiteren Schaden von der DESG abzuwenden", erklärte Große.

Schon in der Vergangenheit hatte es oft Spannungen zwischen Große und Kulik gegeben, seit Große vor Beginn der inzwischen abgelaufenen Weltcupsaison wegen angeblich "verbandsschädigender Aussagen" aus dem DESG-Betreuerstab gestrichen worden war.

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