Eiskunstlauf:Die Knierims treffen eine fundamentale Entscheidung

Schon kurz nach der WM legte Aljona Savchenko los, mit einer Energie, die die Knierims dann doch erstaunte: "Vielleicht hatten wir es uns früher in Colorado ein bisschen zu gemütlich gemacht." Per Internet tauschten sie Ideen über Musik, Kostüme, Programme aus. Im August flog Savchenko, die weiter in Oberstdorf wohnt, mit ihrem Mann, dem Künstler Liam Cross, für vier Wochen in die USA. Den Choreografen, Benoit Richaud, brachte sie gleich mit. Zum Abschluss begleitete die neue verantwortliche Trainerin ihr Paar zu den Sichtungen des US-Verbandes. Dann folgte die nächste Fundamentalentscheidung: Die Knierims packten Koffer. Sie sind nun ganz nach Oberstdorf umgesiedelt, an den Stützpunkt ihrer neuen Trainerin, vorerst bis zum Jahresende.

Zu den Grand-Prix-Wettbewerben wie Skate America werden sie vom Allgäu aus anreisen. Sie hoffen darauf, dass Aljona Savchenko ihre Kufenkunst "auf ein neues Level hebt", und die Trainerin hat sich vorgenommen, ihren Läufern genügend Zeit zu geben. Viele Automatismen, sagte sie in Oberstdorf, müssten verändert werden, um jene Präzision zu erreichen, für die Preisrichter die höchsten Punkte verleihen. "Wir gehen langsam voran, Schritt für Schritt. Für das Ziel, das wir gemeinsam haben, braucht man Zeit."

Die Olympiasieger Savchenko/Massot werden von Ende November an auch selbst wieder im Rampenlicht stehen, wenn sie auf ihre Deutschlandtournee gehen. Aber für die Betreuung ihrer Läufer hat Aljona Savchenko vorgesorgt: Der Choreograf steht mit einem Team bereit. Natürlich, so geben die Knierims zu, sei ihr Karriereschritt letztlich auch ein Eis-Roulette: "Wir sind in einem neuen Land, und wir haben eine Trainerin, die nie noch zuvor ein Paar betreute." Aber sie haben eine Trainerin, die ihnen die Todesspirale in allen Varianten locker vormachen kann.

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