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Eiskunstlauf:Olympiasieger Savchenko und Massot beenden ihre Karrieren

Höhepunkt: Aljona Savchenko und Bruno Massot gewinnen Gold bei den Spielen 2018.

(Foto: AFP)

Das teilt die 37-Jährige in den sozialen Netzwerken mit. Bayern-Präsident Hainer spricht über den Nagelsmann-Transfer.

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Eiskunstlauf: Die Eiskunstlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot beenden ihre Karriere. Das teilte die 37 Jahre alte gebürtige Ukrainerin am Freitagabend in den sozialen Netzwerken mit. Savchenko hatte zusammen mit Massot 2018 in Pyeongchang Olympia-Gold im Paarlauf gewonnen und mit ihrer "Jahrhundertkür" begeistert. "Bruno und ich haben beschlossen, nicht in den Wettkampf zurückzukehren", schrieb Savchenko, die zuletzt noch über ein mögliches Comeback bei den Winterspielen 2022 in Peking gesprochen hatte. Sie sprach von einer "extrem schwierigen Entscheidung" und kämpfe immer noch mit sich selbst. "Ich liebe wirklich das Adrenalin von Wettkämpfen, mich selbst über das Limit zu pushen und das tägliche Training. Ich hatte gehofft, unsere Karriere fortsetzen zu können, aber leider fehlen einige Teile des Teams!", schrieb sie.

Savchenko bescherte der Deutschen Eislauf-Union mit Robin Szolkowy und danach mit Massot von 2006 an 23 Medaillen bei Olympia, WM und EM - darunter elf aus Gold. Aktuell habe auch die Coronavirus-Pandemie "alles noch ein bisschen härter gemacht", schrieb Savchenko.

Bundesliga, FC Bayern: Die genannten Summen im Zusammenhang mit dem Wechsel von Trainer Julian Nagelsmann von RB Leipzig zum FC Bayern München stimmen nach Angaben von Bayern-Präsident Herbert Hainer nicht alle. "Wir mussten eine Einigung mit RB Leipzig finden, da Julian Nagelsmann dort noch gebunden war. Und glauben Sie nicht alle Zahlen, die da kolportiert wurden", sagte der 66-Jährige in einem Interview der Abendzeitung auf eine Frage zur Rekordablöse in der Corona-Zeit, in der auch der deutsche Rekordmeister nach eigenen Angaben sparen muss.

Berichte über die Ablösesumme gehen von 15 Millionen Euro plus Bonuszahlungen bis hin zu 30 Millionen Euro. Nagelsmann, der beim FC Bayern einen Fünfjahresvertrag bekommt, ist damit aber in jedem Fall der teuerste Trainer der Fußball-Geschichte. "Der FC Bayern ist eine der besten Mannschaften in Europa, und die braucht auch einen Top-Trainer. Das ist uns mit der Verpflichtung von Julian Nagelsmann gelungen", sagte Hainer.

2. Liga, HSV: Die Sieglos-Serie des Karlsruher SC in der 2. Fußball-Bundesliga hält an. Trotz des siebten Spiels ohne Erfolg nacheinander verbuchte der KSC das 1:1 (0:0) beim strauchelnden Aufstiegskandidaten Hamburger SV am Donnerstagabend als Erfolg. "Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie hat unglaublich gefightet. Wir haben hier ein ganz, ganz tolles Auswärtsspiel gemacht", lobte Sportchef Oliver Kreuzer beim TV-Sender Sky. "Am Ende nehmen wir hier ganz verdient einen Punkt mit." Simon Terodde hatte den HSV im Volksparkstadion im Nachschuss an einen Handelfmeter in Führung (56. Minute) gebracht, seinen ersten Versuch hatte KSC-Torhüter Benjamin Uphoff noch abwehren können. Routinier Daniel Gordon glich praktisch im Gegenzug per Kopf für die Badener aus (57.).

Handball, Olympia: Alfred Gislason zog nach dem Auftakt seines Olympia-Castings vorsichtig ein erstes Fazit. "Komplett ins Abseits", sagte der Bundestrainer der deutschen Handballer nach dem 26:24 (15:15) in Bosnien und Herzegowina, "hat sich keiner gespielt". Allerdings durfte der Isländer beim kräftezehrenden Tagestrip in den Balkanstaat auch keine Glanzlichter seiner Wackelkandidaten beobachten. Beim ersten Härtetest der erweiterten Vorbereitung für die Spiele in Tokio tat sich seine Mannschaft am Donnerstag über die gesamte Spieldauer schwer. "Licht und Schatten waren sicherlich dabei", sagte Gislason nach dem sportlich bedeutungslosen EM-Qualifikationsspiel am ARD-Mikrofon.

Der Bundestrainer startete mit Spielmacher Juri Knorr auf der Mitte, Sebastian Heymann auf halb-links sowie Fabian Wiede auf halb-rechts. Knorr und Wiede bescheinigte der Trainer-Routinier solide und ordentliche Leistungen, Heymann hingegen sei "weit weg von seinen Möglichkeiten" gewesen: "Er hat sich zu viel unter Druck gesetzt." Ein Lob hatte Gislason außerdem für Finn Lemke übrig. Der 2016er-Europameister von der MT Melsungen durfte in der zweiten Hälfte verstärkt aufs Feld und stellte seine "sehr, sehr gute Abwehrarbeit" (Gislason) unter Beweis. Der 61-Jährige betonte nochmals, "dass der ein oder andere" Spieler bereits "gute Karten" für ein Tokio-Ticket hat. Das Gerüst steht, aber: "Auf vielen Positionen ist noch etwas möglich. Es ist noch nichts entschieden." Die nächste Möglichkeit, Eindrücke unter Wettkampfbedingungen zu sammeln, ergibt sich für Gislason am Sonntag (18.00 Uhr/Sport1) in Stuttgart, wenn der Quali-Abschluss gegen Estland ansteht. Im Schwabenland könnte Deutschland, das bereits seit Januar die Teilnahme an der Endrunde 2022 in Ungarn und der Slowakei sicher hat, den 20. Sieg in Folge in der EM-Qualifikation feiern.

Curling, WM: Die deutschen Curling-Frauen haben die Freigabe für die Weltmeisterschaft in Calgary bekommen. Wegen der besonderen Umstände mit zwei positiv auf das Coronavirus getesteten Athletinnen dürfen sie mit drei statt vier Spielerinnen antreten. Ihr erstes Match bestreiten sie an diesem Freitag (17.00 Uhr/MESZ) gegen Russland. Die beiden positiv getesteten Spielerinnen bleiben derweil in Quarantäne. Das teilte der Weltverband unmittelbar vor dem Auftakt nach weiteren Untersuchungen und Analysen auch auf Virusvarianten mit. Für die anderen Spielerinnen gilt: Sie müssen sich jeden Morgen einem Schnelltest unterziehen, gefolgt von einem PCR-Test. Sollte ein Schnelltest positiv ausfallen, werden alle deutschen Spiele des Tages verlegt und die Ergebnisse der PCR-Tests abgewartet. Was das für den Spielplan der WM bedeuten könnte, werde dann bewertet, hieß es.

Basketball, EM: Dirk Nowitzki hat den deutschen Basketballern für die EM 2022 eine schwere Vorrundengruppe in Köln beschert. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl trifft in der ersten Turnierphase auf Europameister Slowenien, die Medaillenkandidaten Frankreich und Litauen sowie Ungarn und Bosnien-Herzegowina. Das ergab am Donnerstag in Berlin die Auslosung, bei der auch Nowitzki als EM-Botschafter Lose zog. Die weiteren drei Vorrundengruppen des Kontinentalturniers finden in Tschechien (Prag), Georgien (Tiflis) und Italien (Mailand) statt. Die jeweils ersten vier Teams erreichen das Achtelfinale, die komplette K.o.-Runde steigt in Berlin. Der frühere Europameister Litauen stand bereits vor der Auslosung als deutscher Gegner fest, da sich jeder der vier Vorrunden-Gastgeber einen Kontrahenten aussuchen konnte. Wegen der Coronavirus-Pandemie war die EM um ein Jahr auf 2022 verlegt worden und findet nun vom 1. bis 18. September statt.

© SZ.de/sid/dpa/ebc
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