Schmal sieht Philipp Grubauer aus, fast zart. Das liegt daran, dass Eishockey-Torhüter ohne ihre dicke Schutzausrüstung immer schmächtiger daherkommen als auf dem Eis. Und daran, dass in der riesigen Messehalle in Herning, die das Medienzentrum der Weltmeisterschaft beherbergt, alles kleiner wirkt. Grubauer, 33, kennt sich aus mit unterschiedlichen Dimensionen. Vor 13 Jahren debütierte er in der nordamerikanischen National Hockey League (NHL); nach Leon Draisaitl (Edmonton), Moritz Seider (Detroit) und Tim Stützle (Ottawa) ist er mit rund sechs Millionen Dollar Jahresgehalt der bestbezahlte deutsche Spieler. Seine einzigen Einsätze im deutschen Profi-Eishockey bestritt der gebürtige Rosenheimer als 16-Jähriger für seinen Heimatverein in der dritten Liga. Nachdem er mit seinem aktuellen Team Seattle Kraken die NHL-Playoffs verpasst hatte, sagte er Bundestrainer Harold Kreis früh für die WM zu, stand erstmals beim Test gegen Österreich im Tor – in Rosenheim, wo er mit Sprechchören gefeiert wurde. Ein Gespräch mit dezent bairischer Sprachfärbung über warmes dänisches Eis, Perspektivenwechsel und die Bedeutung von Tieren für sein Leben.
Eishockey-Nationaltorwart Philipp Grubauer„Im Pferdestall sammle ich meine Energie“
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Eishockey-Nationaltorhüter Philipp Grubauer über seine schwierige Saison in der NHL, den Konkurrenzkampf im WM-Team, die Veränderungen in den USA – und den Traum von einer Ranch in Montana.
Interview von Johannes Schnitzler, Herning
