Eishockey-WMDer erste Sieg

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Tief erleichtert: Die deutschen Eishockeyspieler bejubeln ihren Erfolg gegen Ungarn
Tief erleichtert: Die deutschen Eishockeyspieler bejubeln ihren Erfolg gegen Ungarn Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa

Deutschland schlägt Ungarn bei der Eishockey-WM 6:2, womit das Team von Bundestrainer Harold Kreis weiterhin Chancen aufs Viertelfinale hat. Leon Gawanke gelingt ein Hattrick.

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Leon Gawanke lächelte verschmitzt, auch für den Verteidiger kam sein Hattrick völlig aus dem Nichts. Mit dem ersten Dreierpack eines deutschen Abwehrspielers bei einer Weltmeisterschaft stach Gawanke aus einer stark verbesserten deutschen Eishockey-Nationalmannschaft heraus, welche die erste von drei Pflichtaufgaben auf dem Weg ins Viertelfinale souverän löste. Nach vier Niederlagen zum Turnierstart gewann das Team von Bundestrainer Harold Kreis mit 6:2 (2:0, 2:0, 2:2) gegen Außenseiter Ungarn und verhinderte damit das vorzeitige Aus.

Gawanke, der mit seinem ersten Treffer auch die deutsche Powerplay-Misere im zwölften Versuch beendete, hatte mit einem Dreierpack (19./42./50.) großen Anteil am ersten Erfolg bei der diesjährigen WM. „Es ist sehr schön, eine brutale Ehre, fühlt sich gut an“, sagte Gawanke bei MagentaTV.

Der Berliner Eric Mik (9.), NHL-Stürmer Lukas Reichel (40.) und der Nürnberger WM-Debütant Samuel Dove-McFalls (40.) erzielten vor 5000 Zuschauern in Zürich die weiteren Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), die ihre Chance auf das Weiterkommen wahrte. Tamas Sarpatki (45.) und Janos Hari (58.) sorgten für die Treffer der Ungarn, beim ersten sah der bislang starke NHL-Torhüter Philipp Grubauer im kurzen Eck nicht gut aus.

„Insgesamt haben wir das Spiel über 60 Minuten unter Kontrolle gehabt“, sagte Kreis zufrieden: „Erstes sind die drei Punkte wichtig. Zweites tut es immer gut, wenn eine Mannschaft gewinnt.“ Für Gawanke war es „ein Pflichtsieg, wir wussten, wir brauchen die drei Punkte. Wir haben über 60 Minuten dominiert.“

Schon am Samstag steigt das vermeintliche Endspiel um die Viertelfinalteilnahme gegen Österreich

Zum voraussichtlichen „Endspiel“ ums Viertelfinale kommt es am Samstag gegen Österreich. „Es wird ein völlig anderes Spiel, als wir es heute erlebt haben“, sagte Kreis. Mit einem Sieg gegen den Nachbarn und einem weiteren Erfolg zum Vorrundenabschluss am Montag (beide 20.20 Uhr) gegen den bislang überforderten Aufsteiger Großbritannien wären die Chancen auf die K.-o.-Runde gut, allerdings benötigt die DEB-Auswahl auch Schützenhilfe.

Auf den nachnominierten Alexander Karachun verzichtete Kreis noch. Der Schwenninger ersetzt im deutschen Kader den mit Handbruch abgereisten künftigen Kölner Daniel Fischbuch. Im Tor stand etwas überraschend Grubauer, obwohl 24 Stunden später schon das „Endspiel“ gegen Österreich ansteht.

Die DEB-Auswahl begann nervös. Dann traf Mik mit einem Schlenzer von der blauen Linie, vor dem Tor nahm Nicolas Krämmer dem ungarischen Goalie Bence Balizs die Sicht. Mit der Führung kehrte Ruhe ins deutsche Spiel ein, das Kreis-Team schnürte die Ungarn immer wieder im eigenen Drittel ein. Im zwölften Powerplay des Turniers platzte dann doch der Knoten: Gawanke traf.

„Das hat uns gefehlt. Das wissen wir, das haben wir angesprochen“, sagte Krämmer nach dem ersten Drittel. Dabei hätte es die Strafe für die Ungarn gar nicht geben dürfen, denn Fabio Wagner traf mit seinem Schläger Marc Michaelis im Gesicht.

Die Dominanz setzte sich im zweiten Abschnitt fort. Erst kurz vor Drittelende erhöhten Reichel und Dove-McFalls. Gawanke legte kurz nach Beginn des Schlussdrittels nach. Die deutsche Mannschaft nahm etwas Tempo raus, dann patzte Grubauer. Ein weiteres Tor der Ungarn wurde nach einer Challenge des deutschen Trainerteams wieder aberkannt. Grubauer war behindert worden. Dann machte Gawanke aus spitzem Winkel seinen Hattrick perfekt.

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