Eishockey Schlechte Nachrichten

Der deutsche Meister EHC München verliert zum zweiten Mal nacheinander, diesmal 2:6 in Bremerhaven. Zu allem Übel muss das Team auf drei verletzte Profis verzichten: Kapitän Michael Wolf, Trevor Parkes und Mads Christensen fallen aus.

Von Christian Bernhard

Der deutsche Eishockey-Meister EHC Red Bull München hat einen Tag hinter sich, den er schnell aus dem Klub-Gedächtnis löschen wird. Erst gab der Klub am Donnerstag bekannt, dass er verletzungsbedingt lange Zeit auf drei Stammspieler verzichten muss, dann kassierte er am Abend die zweite Niederlage in Serie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Er verlor am 10. Spieltag bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:6.

Nationalspieler Frank Mauer brachte die Münchner zwar in Führung (16.), drei Gegentore im Mitteldrittel leiteten aber die EHC-Niederlage ein. Auch im Schlussdrittel musste Münchens Nationaltorhüter Danny aus den Birken hinter sich greifen, Justin Shuggs Treffer (51.) war nur noch Ergebniskosmetik. Wiedergutmachung betreiben kann der EHC bereits am Sonntag im Heimspiel gegen Tabellenführer Düsseldorf, der wie die restlichen Mannschaften erst am Freitag antritt.

Mads Christensen, Kapitän Michael Wolf und Trevor Parkes können dem EHC am Sonntag allerdings nicht helfen. Christensen fällt aufgrund einer Oberkörperverletzung mehrere Monate aus, teilte der Klub mit. Der 31 Jahre alte Däne wurde bereits in München operiert. Wolf, der erfolgreichste DEL-Torschütze der Geschichte, zog sich beim Derby in Nürnberg eine Beinverletzung zu, er wird voraussichtlich erst Ende des Jahres wieder spielen können. Mindestens acht Partien fehlt auch Trevor Parkes. Der vor der Saison aus Augsburg verpflichtete Stürmer soll aufgrund einer Oberkörperverletzung frühestens nach der Deutschland-Cup-Pause Mitte November ins Team zurückkehren. Parkes war in den ersten Saisonwochen Teil der offensivstärksten Münchner Angriffsformation um Topscorer John Mitchell und Shugg.

Die junge EHC-Garde um Jakob Mayenschein, der am Dienstag das Champions-League-Heimspiel gegen Malmö entschieden hatte, und Maximilian Daubner (beide 21) bekommt dadurch voraussichtlich weitere Möglichkeiten, sich in der DEL zu beweisen.