Eishockey:Reindl bewirbt sich für das höchste Amt

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(Foto: Tobias Hase/dpa)

Im deutschen Eishockey war Franz Reindl alles: Nationalspieler, Interims-Bundestrainer, Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Seit 2014 sitzt der gebürtige Garmischer dem DEB vor. Sowohl als Spieler (1976, Bronze) als auch als Funktionär (2018, Silber) gewann er olympische Medaillen. Nun bewirbt er sich um das höchste Amt im Welt-Eishockey: Wenn an diesem Samstag nach 27 Jahren die Ära des Schweizers René Fasel als Präsident der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) endet, tritt Reindl als dessen Nachfolger zur Wahl an. Gegenkandidaten beim IIHF-Kongress in St. Petersburg sind der Franzose Luc Tardif, der Däne Henrik Bach Nielsen, der Tscheche Petr Briza und der Weißrusse Sergej Gontscharow. Reindl, seit 2016 Mitglied im obersten IIHF-Rat und Vize-Präsident der europäischen Champions Hockey League, gilt als Favorit. Begleitet wird er allerdings von Hinweisen aus der Heimat, er habe nicht alle Einnahmen aus seiner Zeit als Geschäftsführer der DEB GmbH offen gelegt. Die GmbH, die sich um die Organisation des Deutschland Cups und die WM-Turniere 2001, 2010 und 2017 in Deutschland kümmerte, wurde viele Jahre zu großen Teilen von der Infront Sports & Media AG finanziert, die die Marketingrechte an den Eishockey-Weltmeisterschaften bis 2033 hält. Dafür zahlt Infront der IIHF insgesamt 450 Millionen Euro. Ausgehandelt hatte den Vertrag unter anderen Franz Reindl.

© SZ vom 25.09.2021 / Johannes Schnitzler
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