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Eishockey-Playoffs:Hamburg jubelt über vier Tore in den letzten vier Minuten

Zweites dramatisches Playoff-Viertelfinale zwischen den Freezers und den Eisbären Berlin: Diesmal drehen die Hamburger ein verloren geglaubtes Spiel. Kurz vor Schluss kommt es zu einer Massenschlägerei. Mannheim gewinnt das fünftlängste der DEL-Geschichte. Auch Straubing und Ingolstadt siegen.

Die Hamburg Freezers haben mit den Eisbären Berlin im Playoff-Viertelfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gleichgezogen. Der Titelverteidiger unterlag im zweiten Viertelfinal-Spiel in Hamburg nach einem erneut hoch dramatischen Spiel mit 3:5. Innerhalb von zwei Minuten hatten die Gastgeber im letzten Drittel aus einem 1:3-Rückstand ein 4:3 gemacht. Der letzte Treffer von Jerome Flaake 25 Sekunden vor Schluss war vor 9180 Fans die Zugabe.

18 Sekunden vor Schluss gab es eine Massenschlägerei auf dem Eis, die mit insgesamt 109 Strafminuten geahndet wurde. Am Mittwoch hatte Berlin nach einem 0:4-Rückstand noch 6:5 gewonnen.

Die Berliner schienen den Schwung des dramatischen Sieges vom Mittwoch mit nach Hamburg genommen zu haben. Nach Toren von Mannschaftskapitän André Rankel in Unterzahl, Barry Tallackson und Darin Olver dachten die Eisbären schon an den zweiten von vier nötigen Erfolgen. Doch dann erlebten sie zwischen der 56. und 58. Minute mehrere Blackouts und kassierten noch die Niederlage.

Der ERC Ingolstadt revanchierte sich am Freitag für die Schlappe im ersten Playoff-Viertelfinale und bezwang diesmal die Krefeld Pinguine mit 4:1. Auch die Straubing Tigers drehten den Spieß um und schlugen die Kölner Haie 5:2.

Hauptrundensieger Adler Mannheim hat seinen Patzer zu Beginn der Playoffs mit Mühe ausgebügelt und nach einer wahren Nervenschlacht das Viertelfinale gegen den EHC Wolfsburg ausgeglichen. Im zweiten Spiel der Best-of-seven-Serie feierte der sechsmalige Meister einen 3:2 (1:0, 1:2, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0)-Auswärtserfolg nach Verlängerung, Matthias Plachta erzielte in der 106. Spielminute den entscheidenden Treffer. Die Begegnung vor 3471 Zuschauern war die fünftlängste der DEL-Geschichte.