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Eishockey:Playoff-Aus für Marcel Goc

NHL: Stanley Cup Playoffs-New York Rangers at Pittsburgh Penguins

Pittsburgh Penguins Marcel Goc (57): Titelttraum geplatzt

(Foto: USA Today Sports)

Die Pittsburgh Penguins scheitern im siebten Spiel gegen die New York Rangers. Angelique Kerber verliert beim Tennisturnier in Rom, Philipp Kohlschreiber trifft im Achtelfinale auf Novak Djokovic. Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer kritisiert Thomas Tuchel.

NHL, Playoffs: Eishockey-Nationalspieler Marcel Goc (30) und die Pittsburgh Penguins sind nach dem dritten vergebenen Matchball im Play-off-Viertelfinale der nordamerikanischen Profiliga NHL ausgeschieden. Der Titelkandidat aus Pennsylvania kassierte im entscheidenden siebten Spiel gegen Außenseiter New York Rangers eine 1:2-Heimpleite und verlor die Serie "best of seven" mit 3:4. Pittsburgh hatte nach vier Duellen bereits mit 3:1 vorne gelegen und damit das Halbfinale zum Greifen nahe. Die Rangers treffen im Endspiel der Eastern Conference auf die Boston Bruins um den dauerverletzten deutschen Nationalspieler Dennis Seidenberg und Rekordmeister Montreal Canadiens (3:3). Wie New York zog auch Titelverteidiger Chicago Blackhawks ins Halbfinale ein. Der Meister setzte sich in Spiel sechs bei den Minnesota Wild mit 2:1 nach Verlängerung durch und entschied die Serie mit 4:2 für sich. Nach 9:42 Minuten der Overtime traf Patrick Kane zum 2:1 für Chicago, das im Finale der Western Conference auf den Sieger der Serie zwischen den Anaheim Ducks und den Los Angeles Kings trifft. Anaheim führt nach fünf Spielen mit 3:2.

Tennis, Rom: Auch Angelique Kerber ist gleich in ihrem Auftaktmatch beim Tennis-Turnier in Rom ausgeschieden. Die Kielerin verlor nach einem Freilos am Dienstag in der zweiten Runde 6:4, 3:6, 4:6 gegen die Tschechin Petra Cetkovska. Nach Sabine Lisicki und Annika Beck war zuvor auch Mona Barthel gescheitert. Aus deutscher Sicht ist nur noch Andrea Petkovic bei der WTA-Veranstaltung dabei. Petkovic trifft in der zweiten Runde allerdings auf die Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA. Im Masters-Turnier der Herren zog Tommy Haas in die zweite Runde ein. Der Routinier besiegte Andreas Seppi aus Italien 6:1, 4:6, 6:3 - und trifft nun auf Igor Sijsling aus den Niederlanden, danach würde der Schweizer Stanislas Wawrinka warten. Auch Philipp Kohlschreiber ist eine Runde weiter, er bezwang den an Position 16 gesetzten Spanier Tommy Robredo 6:2, 6:4 und steht bereits im Achtelfinale. Dort trifft Kohlschreiber auf Novak Djokovic (Serbien/Nr. 2). Madrid-Finalist Kei Nishikori musste derweil nach seiner Rückenverletzung, die ihn schon im Endspiel gegen Rafael Nadal zur Aufgabe zwang, auch seine Teilnahme in Rom absagen.

Radsport, Giro: Der französische Radprofi Nacer Bouhanni hat die vierte Etappe des 97. Giro d'Italia gewonnen. Nach den ersten drei Etappen in Nordirland und Irland setzte sich der 23-Jährige vom Team FDJeux auf dem ersten Teilstück in Italien nach 121 Kilometern im apulischen Bari im Sprint vor Giacomo Nizzolo (Italien/Trek) und dem Slowenen Luka Mezgec (Giant-Shimano) durch. Das Rosa Trikot des Gesamtführenden behält der Australier Michael Matthews (Orica Greenedge). Bester Deutscher war am Dienstag der deutsche Meister Fabian Wegmann (Münster/Garmin) auf Platz 17. Der deutsche Top-Sprinter und zweimalige Etappengewinner Marcel Kittel hatte am Morgen vor dem vierten Teilstück die Italien-Rundfahrt aufgegeben. Der 26-Jährige, der in Irland die zweite und dritte Etappe des Giro gewonnen hatte, leidet unter Fieber. "Es hat mich früher erwischt als gedacht. Ich bin absolut enttäuscht, dieses schöne Rennen so früh verlassen zu müssen", teilte der Kapitän des Teams Giant-Shimano via Twitter mit. Die fünfte Etappe führt am Mittwoch über 200 km von Tarent nach Viggiano.

Eisschnelllauf, Gunda Niemann-Stirnemann: Rekord-Weltmeisterin Gunda Niemann-Stirnemann will Eisschnelllauf-Bundestrainerin werden. Sie fühle sich "verpflichtet, das Erbe von Stephan Gneupel anzutreten", sagte die 19-malige Weltmeisterin und dreimalige Olympiasiegerin dem MDR Thüringen. Daher werde sie sich im Herbst um die Stelle bewerben. Ihr früherer Coach Stephan Gneupel, der die deutschen Eisschnellläufer bis zur vergangenen Saison als Mehrkampf-Bundestrainer führte, hatte sich im März mit 65 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Aktuell ist Niemann-Stirnemann als Verbandstrainerin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG tätig und am Stützpunkt Erfurt verantwortlich für das Training der Mehrkämpfer um Olympiasiegerin Stephanie Beckert und deren Bruder Patrick. Die DESG hatte als Konsequenz aus dem medaillenlosen Debakel bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi beschlossen, die Bundestrainer-Posten vorerst nicht neu zu besetzen. Stattdessen sollen sich ab sofort zwei Trainer-Trios um die Mehrkämpfer und die Sprinter kümmern.

Schwimmen, EM: Die deutschen Schwimmer Steffen Deibler, Caroline Ruhnau, Christian Diener und Dorothea Brandt sind nachträglich Europameister geworden. Die Mixed-Staffel hatte bei der Kurzbahn-EM im Dezember 2013 über die 4x50 m Lagen zunächst nur Silber geholt, profitierte nun aber von einer Doping-Sperre gegen die Russin Julija Jefimowa. Die Olympia-Dritte wurde am Dienstag vom Weltverband FINA für 16 Monate gesperrt, zudem wurden alle ihre Ergebnisse seit Oktober 2013 gestrichen. Jefimowa (22) war am 31. Oktober 2013 bei einer Trainingskontrolle positiv auf das anabole Steroid Dehydroepiandrosteron (DHEA) getestet worden. Nach Ansicht der FINA gelangte das Steroid versehentlich mit einem Nahrungsergänzungsmittel in ihren Körper. Jefimowas Ergebnisse und damit auch ihr Kurzbahn-Weltrekord über die 200m Brust aus dem vergangenen Dezember wurden annulliert. Jefimowa ist ab dem 1. März 2015 wieder startberechtigt und könnte somit an der Heim-WM in Kasan im Juli 2015 teilnehmen.

Thomas Tuchel, Mainz 05: Der Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) hat die Trennung von Trainer Thomas Tuchel vom Bundesligisten FSV Mainz 05 als "unschöne Geschichte" eingestuft. Das sagte BDFL-Präsident Lutz Hangartner dem sid. "Dass er seinen Vertrag nicht erfüllen will, spricht nicht für ihn. Da kann ich ihn nicht Schutz nehmen", sagte Hangartner, der nach einem langen Telefonat mit Tuchel am Montag aber versicherte, "dass ich seine Beweggründe nachvollziehen kann". Tuchel habe ihm "glaubhaft versichert", dass er wirklich glaube, der Mannschaft keine Impulse mehr geben zu können: "Und er hat mir auch glaubhaft versichert, dass er nie vorgehabt hat, zu Schalke oder nach Leverkusen zu gehen."

Zunächst hält Hangartner aufgrund der verhärteten Fronten eine Auszeit Tuchels für die einzig denkbare Lösung. "Aber wenn im Herbst die ersten Trainer entlassen werden, wird Tuchel sicher bei vielen ein Kandidat sein", sagte er: "Und dann wird sich Mainz überlegen, ob sie ihn wirklich bis zum Ende der Saison auf Eis legen oder ob sie nicht lieber die Hand aufhalten." Tuchel hatte dem Verein erklärt, dass er trotz laufenden Vertrags bis 2015 nicht mehr in Mainz arbeiten wolle. Der FSV hatte sich daraufhin geweigert, den Vertrag aufzulösen, wodurch dem 40-Jährigen der Weg zu einem anderen Verein zunächst verbaut ist. Ein potenzieller neuer Arbeitgeber müsste dem FSV eine Ablöse zahlen.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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