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Eishockey:NHL-Start mit Botschaften

Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl hat mit seinem Klub Edmonton Oilers einen Fehlstart in das Finalturnier der amerikanischen Profiliga NHL hingelegt. Zum Auftakt der Qualifikationsrunde verloren die Oilers in eigener Halle gegen die Chicago Blackhawks 4:6; der Sieger der Best-of-five-Serie zieht ins Viertelfinale ein. Draisaitl erzielte ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs verbreitete die Liga am Samstag freilich auch politische Botschaften: Auf den Videoleinwänden in Edmonton stand die Forderung "End Racism", und Matt Dumba, einer der wenigen schwarzen Spieler der Liga, kniete als erster NHL-Profi während der US-Hymne - die inzwischen übliche Geste von amerikanischen Profisportlern, um gegen Rassendiskriminierung zu protestieren. Anschließend hielt Dumba, Verteidiger bei Minnesota Wild, eine emotionale Rede im Namen der Liga und der Hockey Diversity Alliance, die er nach dem Tod des Afro-Amerikaners George Floyd durch Polizeigewalt in Minnesota im Juni zusammen mit anderen schwarzen Spielern gegründet hatte.

© SZ vom 03.08.2020 / sid, dpa

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