Eishockey:Mannheim bleibt EHC-Angstgegner

Lesezeit: 2 min

München verliert das Duell gegen Adler zum sechsten Mal in Serie.

Von Christian Bernhard

Die Negativserie des EHC Red Bull München gegen die Adler Mannheim hält weiter an. Am Donnerstag verlor der EHC das Spitzenspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Adler zuhause mit 2:5 und verlor damit saisonübergreifend zum sechsten Mal in Serie gegen die Kurpfälzer. Zuhause war es gar die neunte Niederlage hintereinander gegen die Adler, die den Münchnern vor den Augen von FC-Bayern-Trainer Julian Nagelsmann damit auch die Tabellenführung abknöpften. "Im zweiten Drittel haben wir komplett den Faden verloren", sagte Münchens Verteidiger Yannic Seidenberg, "wenn wir sie zum Toreschießen einladen, nutzen sie das aus."

Für ein besonders emotionales Topspiel hatte Münchens Trainer Don Jackson am vergangenen Sonntag gesorgt, als er nach der 2:3-Niederlage in Mannheim abrupt die Pressekonferenz verlassen hatte. Zuvor hatte er den Adler-Angreifer Matthias Plachta bezichtigt, durch dessen "Schwalben" bereits zweimal in seiner Karriere betrogen worden zu sein. Plachta sagte am Donnerstag dazu, man müsse die Meinung eines jeden respektieren. Münchens Kapitän Patrick Hager fügte an, wenn Jackson das so sehe, habe er auch einen Grund dazu. EHC-Manager Christian Winkler wollte Jacksons Aussagen "nicht zu hoch hängen. Wir haben das intern besprochen und geklärt, für uns ist es passé", sagte er bei Magentasport.

Im Startdrittel stand nicht Plachta, sondern Adler-Torhüter Dennis Endras im Fokus. Schon in Minute vier bewarb er sich mit einer sensationellen Stockparade gegen den ehemaligen Adler-Kapitän Ben Smith für die Parade des Jahres. Eine knappe Minute später vollendete Ilari Melart einen Adler-Konter auf Zuspiel von Plachta zum 1:0 (5.). Yannic Seidenberg besorgte per Schlenzer das Münchner 1:1(8.).

Obwohl es für die Münchner ihr viertes Spiel innerhalb sieben Tagen war, machten sie im Startdrittel den frischeren und spritzigeren Eindruck. Ihr Forechecking war gut, und sie erspielten sich sehr gute Chancen, doch Endras machte alleine in den ersten 20 Minuten fünf Topchancen des EHC zunichte. Lean Bergmann erzielte kurz vor der ersten Drittelpause erneut per Konter das Mannheimer 2:1 (20.).

Das Spiel sei ähnlich wie am Sonntag, nur noch ein bisschen schneller, sagte Mannheims Melart. Und die Mannheimer waren die Mannschaft, die das Tempo zu ihren Gunsten nutzten. Nigel Dawes markierte das 3:1 (22.), Jordan Szwarz legte nach schöner Vorarbeit von Dawes das 4:1 für die Adler nach (26.).

Dawes und Szwarz waren die beiden Angreifer, die schon am Sonntag mit ihren Treffern die Münchner Niederlage besiegelt hatten. Der hohe Rückstand brachte den EHC aus dem Konzept, immer wieder gab es in der Defensive Lücken, so wie bei einem Pfostenschuss von Bergmann (29.). "Sie nutzen ihre Chancen, wir nicht", sagte Trevor Parkes nach dem Mitteldrittel. Daryl Boyle verkürzte im Schlussdrittel noch auf 2:4 (49.), doch Andrew Desjardins machte mit dem 5:2 ins verwaiste Münchner Tor alles klar (60.). Weiter geht es für den EHC bereits am Freitag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Schwennninger Wild Wings.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB