Eishockey Kanadier werfen 25 000 Teddybären aufs Eishockey-Feld

Spieler der Calgary Hitmen sitzen in den gesammelten Spenden für die Kinder.

(Foto: https://twitter.com/WHLHitmen/status/940032804867383298)

Die Fans der Calgary Hitmen haben eine besondere Tradition zu Weihnachten: Sie bewerfen ihre Mannschaft mit Kuscheltieren, die später an bedürftige Kinder gehen.

Von Martin Wallentich

Die Vorweihnachtszeit beginnt in Calgary zweimal: Wenn die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen - und wenn es Teddybären regnet.

Die Eishockeymannschaft der Calgary Hitmen tritt am vergangenen Sonntag in der Western Hockey League vor heimischem Publikum gegen die Moose Jaw Warriors an. Es ist kein Saisonspiel wie jedes andere, sondern eine besondere Tradition für Mannschaft und Fans: Anfang Dezember steigt das sogenannte Teddy Bear Toss Game, das im Zeichen des guten Zwecks steht.

Mehr als 18 000 Zuschauer finden sich im Stadion ein, das sind mehr als doppelt so viele wie üblich. Schon kurz nach dem Anpfiff wird jeder Torschuss mit einer vorfreudigen Hoffnung bejubelt, jeder sehnt den ersten Treffer der Begegnung herbei. Nach zehn Minuten schiebt Vladislav Yeryomenko den Puck für die Hitmen über die Linie. Die Fans jubeln - und lassen es Teddybären regnen.

Tausende Stofftiere werfen die Zuschauer auf die die Eisfläche, das Spielfeld füllt sich fast unaufhörlich. Insgesamt 24 605 Bären werden es schließlich, jeder einzelne davon soll ein Kind in der Weihnachtszeit zum Strahlen bringen.

"Ein unvergesslicher Moment", meint der Torschütze, der mit dem Puck seines erzielten Tores für die anwesenden Fotografen posiert. Bis sämtliche Spenden vom Spielfeld eingesammelt werden, vergeht mehr als eine halbe Stunde. Die Stimmung in der Eishockey-Arena wird dadurch nicht schlechter. Im Gegenteil: Begleitet von Weihnachtsmusik blicken Zuschauer und Spieler auf die Spenden, die von Freiwilligen gesammelt werden. Dass die Hitmen das Match später noch verlieren, ist an diesem Tag nicht mehr als eine Randnotiz.

Der Trend des Teddy Bear Toss (deutsch: Teddybären-Wurf) fand 1993 bei den Kamloops Blazers seinen Anfang. Inzwischen haben Teams verschiedenster Ligen die Aktion kopiert. Zur populären Tradition wurde sie jedoch erst in Calgary. Seit die Hitmen im Jahr 1995 mit der wohltätigen Aktion begonnen haben, landeten insgesamt 347 948 Teddybären auf dem Eis.

Insgesamt 60 Organisationen in Alberta werden dadurch unterstützt. Die Spieler des Vereins helfen zusätzlich, indem sie mit Hunderten Teddybären im Gepäck die städtische Kinderklinik aufsuchen. Die speziell für die Partie angefertigten Trikots werden außerdem versteigert. Auch deren Einnahmen sowie die Spenden für die im Vorfeld verkauften Teddybären werden einem guten Zweck gewidmet. Calgary-Coach Dallas Ferguson sagt: "Das wird vielen Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern und darauf sollten wir stolz sein."

Bundesliga Mats Hummels spendet ein Prozent seines Gehalts

FC Bayern

Mats Hummels spendet ein Prozent seines Gehalts

Der Bayern-Profi folgt der "Common Goal"-Bewegung von Manchester-Profi Juan Mata. Der ist begeistert über die Unterstützung aus Deutschland.