Süddeutsche Zeitung

Eishockey:EHC München endgültig vor dem Aus

Die Rettung durch die Stadt ist gescheitert, nun steht das DEL-Eishockey in München vor dem Ende. Nach Jahren der Verluste, soll das Team des EHC in eine andere Stadt umziehen. Interessenten für die Lizenz in Deutschlands höchster Spielklasse sind schon gefunden.

Der EHC München steht in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) endgültig vor dem Aus. Wie der Verein mitteilte, sind Gespräche mit der Stadt über eine Werbekooperation mit städtischen Unternehmen zur Erhaltung des Spitzeneishockeys gescheitert. Damit sehen die Gesellschafter laut Pressemitteilung "nur noch die Option eines Umzugs des Klubs, gegebenenfalls in Verbindung mit einem Eigentümerwechsel." Eine Entscheidung soll unmittelbar bevorstehen.

In den letzten Wochen hatte der EHC versucht, städtische Unternehmen für eine Werbekooperation zur Erhaltung des Spitzeneishockeys in München zu gewinnen. Dies sollte durch eine parteiübergreifende Empfehlung aller Stadtratsfraktionen an die Firmen unterstützt werden. Allerdings fand sich dafür keine politische Mehrheit. Bis auf den EHC München werden derzeit alle anderen 13 DEL-Vereinen von städtischen Unternehmen gefördert.

Die Münchner, die den Einzug in die DEL-Play-offs verpasst hatten, schreiben seit Jahren rote Zahlen. Für die vergangene Saison lag der Etat bei 3,7 Millionen Euro. Auf Dauer ist der Spielbetrieb in der alten Olympia-Eishalle für den EHC jedoch kaum finanzierbar. Der Bau einer neuen Arena im Olympiapark wurde abgelehnt.

Interesse an der Übernahme der Lizenz des EHC hatte zuletzt Rainer Beck, 100-prozentiger Gesellschafter des Zweitligisten Landshut Cannibals, geäußert. Auch Zweitligist Schwennigen gilt als Kandidat für die Übernahme des Großstadtvereins.

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