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Eishockey:Derby-Patzer

Der EHC München kann gegen den ERC Ingolstadt eine 2:1 nicht über die Zeit retten und kassiert in der Verlängerung das 2:3.

Die fünf Spiele andauernde Siegesserie des EHC Red Bull München ist beendet. Der souveräne Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verlor am Freitag das Derby gegen den ERC Ingolstadt zuhause mit 2:3 nach Verlängerung, hat aber immer noch zehn Punkte Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten, die Straubing Tigers.

Beim EHC gab es gleich drei prominente Comebacks. Kapitän Patrick Hager, Torhüter Danny aus den Birken und Angreifer Derek Roy kehrten im Derby nach ihren Verletzungspausen zurück. Roy war erstmals nach 15 Wochen Zwangspause wieder mit dabei. Auf Konrad Abeltshauser müssen die Münchner allerdings mindestens zwei Wochen verzichten. Der Verteidiger, der bislang alle 56 Saison-Pflichtspiele bestritten hatte, verletzte sich am Dienstag gegen Mannheim.

Das Duell von zwei der laufstärksten Teams der Liga war von Beginn an temporeich und offensiv geprägt. Beide Teams verbuchten im Startdrittel Aluminium-Treffer: Münchens Topscorer Chris Bourque traf mit einer Direktabnahme die Querlatte (10.), Ingolstadts Kris Foucault per Nachschuss den Pfosten (15.). Zwölf Sekunden vor der ersten Pause gingen die Gäste in Führung, Brett Olson vollendete einen schnellen Angriff erfolgreich. Patrick Hager ärgerte sich über das Konter-Gegentor. "Wir wissen, dass sie sehr schnell umschalten", sagte Münchens Kapitän. Im Mitteldrittel steigerte sich der EHC - und drehte die Partie. Bourque traf auf Zuspiel von Yannic Seidenberg, der vor der Partie für sein in Mannheim absolviertes 1000. DEL-Spiel geehrt worden war (27.), Trevor Parkes markierte mit einer Einzelaktion das 2:1 (32.). Der starke Torhüter der Ingolstädter, Jochen Reimer, bewahrte sein Team vor weiteren Gegentreffern, sodass Wayne Simpson zum 2:2 ausgleichen konnte (58., Überzahl). Für die Entscheidung sorgte Mirko Höfflin (62.).

© SZ vom 22.02.2020
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