EishockeyRankel wird neuer Bundestrainer

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André Rankel.
André Rankel.
Arne Immanuel Bänsch/dpa

Die fast dreimonatige Suche nach der Trennung von Harold Kreis ist zu Ende. André Rankel, Rekordtorschütze der Eisbären Berlin, soll die Eishockey-Nationalmannschaft zur alten Stärke führen. Am Donnerstag wird er offiziell vorgestellt.

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Der frühere Nationalspieler André Rankel wird nach Informationen der dpa neuer Eishockey-Bundestrainer. Der 40-Jährige folgt überraschend auf Harold Kreis, der nach der verkorksten Weltmeisterschaft im Mai vorzeitig gehen musste. Auch Eishockey News und der Mannheimer Morgen hatten darüber berichtet. Für den ehemaligen Spieler und bisherigen Co-Trainer der Eisbären Berlin ist es im Seniorenbereich die erste Anstellung als Cheftrainer.

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) will den neuen Bundestrainer am Donnerstag (15 Uhr) in München offiziell vorstellen. Der frühere DEB-Stürmer vertrat Deutschland bei sieben Weltmeisterschaften und war einmal bei Olympischen Spielen im Einsatz. Mit den Eisbären gewann der langjährige Kapitän sieben deutsche Meisterschaften. Er ist in der Berliner DEL-Historie mit 247 Treffern Rekordtorschütze.

Rankel wird den WM-Zweiten von 2023 erstmals beim traditionellen Deutschland Cup vom 5. bis 8. November in Düsseldorf betreuen. Richtig im Fokus stehen wird der neue Coach bei der Heim-Weltmeisterschaft 2027 im kommenden Mai in Gelsenkirchen, Mannheim und Düsseldorf. Ursprünglich sollte Kreis die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes dann noch betreuen, doch dem 67-Jährigen waren drei enttäuschende größere Turniere am Stück zum Verhängnis geworden.

Die sportliche Entwicklung des Teams, Olympiazweiter von 2018, ist seit 2023 rückläufig. Bei seiner ersten WM als Bundestrainer hatte Kreis das DEB-Team überraschend bis ins Finale geführt. 2025 und 2026 hatte Deutschland aber das Minimalziel Viertelfinale verpasst und war jeweils bereits in der Vorrunde gescheitert.

Auch die Olympischen Winterspiele im Februar in Mailand endeten mit einer riesigen Enttäuschung. Die womöglich beste deutsche Auswahl überhaupt mit sämtlichen NHL-Stars um die Weltklassespieler Leon Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider hatte die große Chance auf eine Medaille angesichts eines günstigen Turnierbaums leichtfertig verspielt. Neben Kritik am Coaching hatten insbesondere die Führungsspieler auch die Situation rund ums Team und die Organisation kritisiert. Trotzdem durfte DEB-Sportvorstand Christian Künast, der sich nach eigener Aussage die Verantwortung dafür gab, im Amt bleiben.

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