Eishockey:Aller Anfang ist ausgezeichnet

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Eishockey: "Im Moment geht alles sehr schnell": Moritz Seider am Dienstag bei der Preisverleihung in Tampa.

"Im Moment geht alles sehr schnell": Moritz Seider am Dienstag bei der Preisverleihung in Tampa.

(Foto: Bruce Bennett/AFP)

Nationalverteidiger Moritz Seider wird als erster Deutscher zum NHL-Rookie des Jahres gewählt. Der nächste Superlativ in der jungen Laufbahn des Ausnahmespielers.

Moritz Seider scherzte: "Meine Eltern dachten, es sei wichtiger, Urlaub zu machen." So erklärte der 21-Jährige, warum Vater und Mutter seiner Auszeichnung zum NHL-Rookie des Jahres in Tampa ferngeblieben waren. Immerhin seine Freundin, Shorttrackerin Anna Seidel, war mit nach Florida gereist. Dort erhielt der Eishockey-Nationalspieler von den Detroit Red Wings als erster Deutscher die Calder Memorial Trophy, eine Belohnung für ein bemerkenswertes erstes Jahr in der nordamerikanischen Profiliga. Seider stand in seiner Debütsaison in allen 82 Hauptrundenspielen auf dem Eis, erzielte sieben Treffer und bereitete 43 vor. Eine Rede hatte er indes nicht vorbereitet. "Im Moment geht alles sehr schnell", sagte der Ausnahmespieler aus Zell an der Mosel.

Das kann man so sagen. Seiders Karriere im Zeitraffer: Deutscher Meister mit Adler Mannheim, als 18-Jähriger. 2019 im NHL-Draft von Detroit an sechster Stelle ausgewählt, so früh wie kein deutscher Verteidiger vor ihm. WM-Debüt mit 19. 2020/21 als Leihspieler für Rögle BK zum besten Verteidiger der schwedischen Liga gewählt. Mit 20 Berufung ins All-Star-Team der WM in Lettland. NHL-Debüt am 14. Oktober 2021 gegen Meister Tampa.

Es scheint so zu sein, als gelte für Seider nicht, dass aller Anfang schwer ist. "Moritz hat in seinem ersten Jahr eine bemerkenswerte Präsenz gezeigt", sagte Bundestrainer Toni Söderholm. Freilich steckt auch hinter Seiders scheinbarer Leichtigkeit viel Fleiß. "Er arbeitet sehr hart und bleibt fokussiert." Mit 170 von möglichen 195 Erststimmen entschied der Profi die Abstimmung der Professional Hockey Writers' Association klar vor den Stürmern Trevor Zegras (Anaheim Ducks) und Michael Bunting (Toronto Maple Leafs) für sich. Klublegenden wie Steve Yzerman, heute General Manager der Franchise, und Pawel Datsyuk, Henrik Zetterberg und Nicklas Lidström gingen als Rookies leer aus. "Es ist verrückt", sagte Seider.

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