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Eishockey:5:4 nach Verlängerung

Trevor Parkes (EHC Red Bull Muenchen) beglueckwuenscht Jason Jaffray (EHC Red Bull Muenchen) zu seinem Tor zum 3:3 im S

Trevor Parkes (EHC Red Bull Muenchen) beglückwünscht seinen Teamkollegen Jason Jaffray zu seinem Tor zum 3:3.

(Foto: Feiner/imago images)

Der EHC hann nur acht Stürmer aufbieten, aber München ist auch geschwächt zu stark für Ingolstadt.

Die Wahl des spektakulärsten Duells der aktuellen Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) könnte eine einfache werden: Der EHC Red Bull München und der ERC Ingolstadt haben jedenfalls die dritte vielversprechende Saison-Bewerbung eingereicht. Nach einem 7:4 und einem 6:4 ging das dritte Derby mit 5:4 nach Verlängerung an den EHC. Durch die zwei Punkte baute der EHC seinen Vorsprung als Tabellenführer auf die zweitplatzierten Straubinger auf zehn Punkte aus.

Der vierte Sieg in Serie gelang den Münchnern unter schwierigen personellen Bedingungen. Da Mark Voakes und Justin Shugg wegen Magen-Darm-Beschwerden ausfielen, konnte EHC-Trainer Don Jackson am Donnerstag nur acht gelernte Stürmer aufs Eis schicken. Verteidiger Bodnarchuk half wie schon in den vorangegangenen Partien im Angriff aus, damit wenigsten drei Sturmlinien gebildet werden konnten. Neun Angreifer fehlten verletzt oder sind mit der U20-Nationalmannschaft bei der WM in Tschechien.

Die Münchner wurden von Beginn an vom ERC unter Druck gesetzt und hatten in der Anfangsphase Probleme, sich im Drittel der Gäste festzusetzen. Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk nahmen sie aber dankend an: Trevor Parkes traf zum 1:0, da ihm der Ingolstädter Jerry D'Amigo die Scheibe mit einem fatalen Fehlpass im eigenen Drittel serviert hatte (7.). Die Führung währte allerdings nur kurz: Ingolstadts Topscorer Wayne Simpson glich mit einem sehenswerten Schlenzer aus (9.). Wenig später lag der EHC sogar zurück, da Gäste-Verteidiger Simon Schütz von der Blauen Linie sein erstes DEL-Tor erzielte (11.). In einem temporeichen Derby vergab Bastian Eckl noch im Startdrittel die große Chance zum Ausgleich, der junge Münchner Stürmer scheiterte mit einem Alleingang an Jochen Reimer (16.).

Die Anfangsphase des Mitteldrittels gehörte ganz dem EHC, der gehörig Druck erzeugte. Kapitän Patrick Hager glich nach Zuspiel von Philip Gogulla zum 2:2 aus (29.). Elf Sekunden später wurde es emotional: Bodnarchuk checkte Schütz hart, was einen Faustkampf zwischen dem Münchner und Colton Jobke zur Folge hatte. Bodnarchuk bekam für den Check eine Fünf-Minuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt - und verpasste noch im Mitteldrittel zwei weitere Tore: Simpson traf in Überzahl zum Ingolstädter 3:2 (34.), Jason Jaffray (auf dem Foto rechts) glich per Nachschuss abermals aus (38.). Ähnlich ging es im Schlussdrittel weiter: Eckl machte mit seinem ersten DEL-Tor das 4:3 für München (43.), Edwards glich aus (53.). In der Verlängerung sorgte Konrad Abeltshauser für die Entscheidung. Am Samstag steht für den EHC das nächste Derby an, dann tritt er um 17 Uhr bei den Nürnberg Ice Tigers an.

© SZ vom 27.12.2019
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