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Eishockey:2:3 im Spitzenspiel

Der EHC Red Bull München bleibt weiter Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga. Aber das Top-Spiel gegen den aktuellen Meister Adler Mannheim haben die Münchner am Sonntag verloren. Die reguläre Spielzeit reichte dafür nicht aus.

58:08 Minuten sind eine lange Zeit in einem 60-minütigen Eishockeyspiel. Sie reichen aber nicht unbedingt aus, um eine Partie in der regulären Spielzeit zu gewinnen. Der EHC Red Bull München lag am Sonntag im Spitzenspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bis 112 Sekunden vor Ende mit 0:2 gegen die Adler Mannheim zurück, ehe er in einer emotionalen Schlussphase noch ausglich. In der Verlängerung siegten aber dennoch die Adler, Ben Smith erzielte in Überzahl den 3:2-Siegtreffer. Tabellenführer sind weiterhin die Münchner.

Das Spitzenspiel war von Beginn an intensiv, Zweikämpfe und Checks prägten das Duell der Vorjahresfinalisten. Beide Teams hatten kaum Zeit an der Scheibe, da sie sofort Druck vom Gegner bekamen. Etwas besser machten es zu Beginn die Adler, die sich mehrmals in der Münchner Zone festsetzten und Daniel Fießinger prüften. Der EHC-Torhüter machte seine Sache gut, war in Minute 18 aber machtlos, als David Wolf die Scheibe zum 1:0 abfälschte.

Fießinger spielte, da die Münchner Torhüter Danny aus den Birken und Kevin Reich zu den acht Spielern gehörten, auf die EHC-Trainer Don Jackson verzichten musste. Bei Mannheim fehlten die Stammkräfte Dennis Endras, Matthias Plachte, Marcel Goc und Brent Raedeke. Die Adler reisten zwar mit 13 Punkten Rückstand auf München an, gingen aber auch mit einer beeindruckenden Siegesserie ins Topspiel: Das 4:1 gegen den ERC Ingolstadt am Freitag war ihr sechster DEL-Erfolg in Serie gewesen. "Wie wir aktuell unser Tor verteidigen, ist wirklich mehr als ordentlich", erklärte Tommi Huhtala. Das traf auch am Sonntag lange zu.

Die Münchner hatten am Freitag einen turbulenten Auswärtserfolg eingefahren, trotz eines 0:2-Rückstandes gewannen sie bei den Krefeld Pinguinen noch mit 8:5. "Wir müssen defensiv denken und offensiv spielen", hatte Yasin Ehliz vor dem Duell gegen den aktuellen Meister betont. Offensiv steigerte sich der EHC im Mitteldrittel, Maximilian Kastner scheiterte mit einer sehr guten Möglichkeit am stark parierenden Adler-Torhüter Johan Gustafsson (28.). Fießinger vereitelte zwei Mannheimer Alleingänge. "Wir schenken uns nichts", brachte es EHC-Kapitän Patrick Hager auf den Punkt. Zu Beginn des Schlussdrittels überraschte Nicolas Krämmer Fießinger mit einem Schuss ins kurze Eck (42.). Trevor Parkes schickte die Partie mit seinen zwei späten Toren (59., 60.) in die Verlängerung.

© SZ vom 09.12.2019
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