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Einzelkritik: FC Bayern:Die Büro-Bayern

Beim 0:0 in Stuttgart vergessen die Zuschauer bald Mario Gomez. Allein der eingewechselte Luca Toni hat eine Torchance.

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Jörg Butt

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Jörg Butt: Musste in den ersten fünf Minuten dreimal ernsthaft eingreifen und verhinderte damit, dass die Stuttgarter Anfangs-Attacke mit einem Tor belohnt wurde. Wirkte nie so, als könnte er einen Ball durchlassen. Was aber auch an den Stuttgarter Stürmern lag.

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Edson Braafheid

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Edson Braafheid: Die ersten Schüsse auf Butts Tor kamen von Braafheids Seite. Dann kam ihm sein Gegenspieler Osorio abhanden, weil dieser sich den Muskel verletzte. Schaffte es, bei der ersten guten Bayern-Chancen nach 67 Minuten am völlig freistehenden Toni vorbei zu flanken.

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Daniel van Buyten

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Daniel van Buyten: Der Verteidiger lief diesmal bereits nach vier Spielminuten nach vorne. Ob van Gaal das angeordnet hat, blieb unbeantwortet, wirkte jedenfalls wegen seiner Statur schon da wesentlich gefährlicher als seine Stürmer. Konnte diesmal in der letzten Minute kein Tor schießen, weil er zuvor verletzt vom Platz musste.

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Holger Badstuber

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Holger Badstuber: Hatte bisweilen Probleme mit den Stürmern Marica und Schieber. Wirkte vor der Pause lange nicht so souverän wie bislang in der Saison. Profitierte aber davon, dass Marica und Schieber wahrlich keine Torjäger sind und seine Schwächen nicht ausnutzten.

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Philipp Lahm

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Philipp Lahm: Soll ja unter anderem Rechtsverteidiger spielen, weil er dann mit seinem starken rechten Fuß gute Flanken in den Strafraum bringen kann. Schlug aber zunächst verheerende Flanken mit seinem starken rechten Fuß.

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Mark van Bommel

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Mark van Bommel: Manchmal glaubt man in Mark van Bommel den Mittspieler einer Handballmannschaft wiederzuerkennen. Bewegt sich kaum einmal aus dem Mittelkreis heraus, scheint selbst die Ersatzspieler zu dirigieren und verteilt die Bälle nach seinem Gusto. Offenbar auch nach Louis van Gaals Gusto, denn van Bommel ist mit seiner Art die spielbestimmende Figur beim FC Bayern. Durfte wieder ungestraft seine kleinen, fiesen Fouls austeilen, bekam dafür Gelb wegen Meckerns.

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Anatoly Timoschtschuk

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Anatoly Timoschtschuk: Der Ukrainer sagt immer, Kampf bis zum Letzten sei sein Markenzeichen. Tatsächlich: Kampfeswillen ist ihm nicht abzusprechen. Wenn es aber darum geht, einen schnellen oder überraschenden Angriff einzuleiten, wirkt Timoschtschuk so inspririert wie ein staatlicher Büroangestellter. Schloss einen aussichtsreichen Konter mit einem 25-Meter-Linksschuss Richtung Eckfahne ab.

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Bastian Schweinsteiger

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Bastian Schweinsteiger: Technisch stark gegen das Stuttgarter Pressing. Verlor aber angesichts der ständig an seinem Trikot hängenden Gegner mitunter die Lust und wirkte wie ein Samstagsausflügler auf der Alb. Hatte dann wieder kleine Energieanfälle mit aussichtsreichen Aktionen. Aber viel zu selten.

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Thomas Müller

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Thomas Müller: Bolzte beim Warmschießen den Ball einige Male auf die Stadionbaustelle hinter dem Tor. Das waren für lange Zeit die energievollsten Aktionen des jungen Mittelfeldspielers. Ging vor der Pause inmitten der aggressiven Stuttgarter völlig unter.

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Miroslav Klose

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Miroslav Klose: Trainer van Gaal hatte unter der Woche gesagt, Klose sei "ein schlauer Spieler". Schaute dann lange ziemlich dumm, weil kein einziges brauchbares Anspiel aus dem Mittelfeld kam. Rettete einmal ziemlich schlau im eigenen Strafraum gegen Schieber und bekam kollektives Schulterklopfen dafür. Blickte noch einmal dumm drein, als er nach 67 Minuten für Luca Toni auf die Bank musste.

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Mario Gomez

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Mario Gomez: Obwohl Luca Toni zuletzt überzeugt hatte, durfte der Ex-Stuttgarter Mario Gomez in seiner Heimat auf den Platz. Doch die Zuschauer bereiteten ihm alles andere als einen warmen Empfang. Selbst als er nach einem Kopfballduell benommen liegen blieb, pfiffen ihn seine früheren Fans aus. Hatte aber so wenig Ballkontakte, dass die meisten Zuschauer bald vergaßen, dass er mitspielte. Und deshalb auch nicht mehr pfiffen.

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Luca Toni

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Luca Toni: Kam nach 67 Minuten und schrammte 30 Sekunden später um eine Zehenlänge an einer Braafheid-Flanke vorbei. Es war die erste gute Bayern-Chance. Köpfte in der 70. Minute eine Ecke drüber - die zweite gute Bayern-Chance. Bekam für ein Foul an Jens Lehmann Gelb und spielte sich damit weiter in die Herzen der Bayern-Fans. Schoss nach 85 Minuten ein Tor - aber knapp Abseits.

Martin Demichelis: Durfte neun Minuten vor Schluss rein, weil sich van Buyten verletzte.

Hamit Altintop: Durfte in der Nachspielzeit rein, weil sich Edson Braafheid verletzte.

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