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Eintracht Frankfurt:Tor nach 36 Sekunden

Eintracht Frankfurt v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Zufrieden als Profi in Frankfurt: Martin Hinteregger (links).

(Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Frankfurt besiegt Hoffenheim nach einem frühen Tor von Martin Hinteregger verdient mit 1:0 und will nun Stürmer Bas Dost verpflichten.

Das erste Bundesliga-Spiel am Sonntag war noch nicht angepfiffen, da hatten die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt schon ein wenig Grund zur Freude. Nach dem Weggang der beiden Top-Stürmer Luka Jovic und Sebastien Haller braucht es Ersatz im Angriff - und nach einer schwierigen Suche scheint dieser in Gestalt des Niederländers Bas Dost nun gefunden zu sein. Dost spielte vor ein paar Jahren schon mal in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg, dann ging er zu Sporting Lissabon, wo er in den vergangenen Saisons auf eine beachtliche Quote von 76 Toren in 84 Spielen kam. Nun soll er also zeitnah zur Eintracht stoßen. Eine grundsätzliche Einigung gebe es, hieß es, lediglich Details seien noch zu klären.

Das Auftaktspiel gegen Hoffenheim durften die SGE-Verantwortlichen danach durchaus als Bestätigung dafür werten, dass es noch einer torgefährlichen Ergänzung des Kaders bedarf. Zwar gewann die Eintracht verdient 1:0 (1:0), aber sie machte es dabei spannender als notwendig, weil sie einige Chancen vergab. "Wir müssen das 2:0 früher machen, dann hätten wir es leichter gehabt", sagte Trainer Adi Hütter. Auch die Hoffenheimer hatten im Sommer den Weggang einiger wichtiger Protagonisten verkraften müssen. Die Mittelfeld-Strategen Kerem Demirbay und Nadiem Amiri verließen den Klub, ebenso Torjäger Joelinton und Außenbahnspieler Nico Schulz - und natürlich Trainer Julian Nagelsmann. Zudem fehlten am Sonntag gleich mehrere wichtige Spieler verletzt. Und so erlebte nun Nagelsmanns Nachfolger Alfred Schreuder im neuen Amt keine sonderlich angenehmen Auftaktminuten. Gerade mal 36 Sekunden waren gespielt, da ging Frankfurt schon in Führung: Nach einem kurz ausgeführten Eckstoß kam der Ball in die Mitte zu Martin Hinteregger, der mit links unbedrängt zum 1:0 einschießen konnte. Kurz danach ergab sich für Mijat Gacinovic gar die Chance zum 2:0. Die Hoffenheimer taten sich schwer, in die Partie zu finden: Erst durch Lukas Rupps Schuss nach einer knappen Viertelstunde hatten sie ihre erste Gelegenheit und spielten danach stärker. Schreuders Team war sehr erpicht auf lange Ballbesitzphasen. Aber zu selten gelang der TSG daraus eine überraschende Aktion. Frankfurt setzte auf Aggressivität sowie den bewährten schnellen Zug zum gegnerischen Tor - und hatte so die besseren Chancen. Doch sowohl der agile Außenverteidiger Filip Kostic (30./37.) wie auch Ante Rebic (45.) vergaben. Zwischenzeitlich jubelten die Hoffenheimer zu früh über den vermeintlichen Ausgleich, weil bei Dennis Geigers Schuss einer seiner Mitspieler im Abseits gestanden war (42.). Direkt nach dem Seitenwechsel kamen die Zugänge Daichi Kamada (Schuss aus elf Metern) und Dominik Kohr (zwei Kopfbälle) zu den nächsten Frankfurter Gelegenheiten. Die TSG hingegen hatte keine gute Chancen, bis in der Schlussphase zunächst Ishak Belfodil eine Kopfball-Gelegenheit verpasste (85.) und dann der Ball ein zweites Mal im Eintracht-Netz landete - doch auch diesmal zählte der Treffer wegen Abseits nicht.