Europa League Frankfurt verpasst Heimsieg - Arsenal droht das Aus

Eng ging es zu im Achtelfinal-Hinspiel zwischen Frankfurt und Inter.

(Foto: REUTERS)
  • Eintracht Frankfurt trennte sich am Donnerstagabend torlos von Inter Mailand.
  • Daher reicht den Hessen ein Remis in der italienischen Metropole zum Weiterkommen.
  • Frankfurts Torwart Kevin Trapp hielt einen Elfmeter von Marcelo Brozovic. Trainer Adi Hütter muss auf die Tribüne.

Eintracht Frankfur hat in der Europa League den ersten kleinen Stimmungsdämpfer erhalten. Trotz guter Leistung kamen die Hessen im Achtelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand nur zu einem 0:0. Im Rückspiel in der kommenden Woche im Giuseppe-Meazza-Stadion steht der Fußball-Bundesligist vor einer schweren Aufgabe und darf nicht verlieren - ansonsten platzt der Traum vom ersten europäischen Viertelfinale seit 24 Jahren. Für das Weiterkommen reicht aber ein Remis.

Nationaltorwart Kevin Trapp zeichnete sich mit einem gehaltenen Foulelfmeter gegen Marcelo Brozovic aus (22.). Hoffnung dürfte den Eintracht-Fans vor allem die überzeugende zweite Halbzeit gegen den 18-maligen italienischen Meister machen, in der sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter aber trotz einiger Chancen nicht belohnte.

Zu Beginn wirkten die Gastgeber dagegen fast überrumpelt. Die Italiener spielten offensiv mit drei Stürmern und machten sofort Druck. Schon nach drei Minuten sah man Hütter energisch gestikulierend an der Seitenlinie. Der Österreicher musste gegen den Champions-League-Sieger von 2010 auf Vize-Weltmeister Ante Rebic verzichten, im "magischen Dreieck" der Hessen spielten Sebastien Haller, Luka Jovic und Mijat Gacinovic.

Trapp hält und wird gefeiert

Die bislang gefährlichste Offensive der laufenden Europa-League-Saison machte sich in der ersten Halbzeit das Leben aber selbst schwer. Die Eintracht, die als erstes deutsches Team mit sechs Siegen durch die Gruppenphase spaziert war, leistete sich ungewohnt viele Abspielfehler. Inter, das ohne den degradierten Stürmerstar Mauro Icardi nach Deutschland gereist war, agierte gefährlicher, vor allem über die linke Seite des früheren Bundesliga-Profis Ivan Perisic.

Nach Trapps Glanztat gegen Brozovic, die vom Großteil der 48 000 Zuschauer in der ausverkauften Arena gefeiert wurde, spielten die Frankfurter etwas zielstrebiger. Jovic vergab in der 30. Minute die bis dahin beste Chance der Hessen, deren Fans längst vom Finale in Baku am 29. Mai träumen. Hütter hatte vorsorglich gewarnt, dass dafür "viele Brocken" aus dem Weg geräumt werden müssten. Inter ist einer davon.

Die Eintracht erarbeitete sich trotzdem mehrere gute Möglichkeiten - unter anderem durch Martin Hinteregger (70.) - und hatte Pech, dass Schiedsrichter William Collum ein hartes Einsteigen gegen Haller nicht mit einem Elfmeter ahndete (53.). Hütter beschwerte sich so lautstark, dass er von dem schottische Unparteiischen auf die Tribüne geschickt wurde (54.).

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Sevilla und Arsenal müssen bangen

Dem FC Arsenal droht im Achtelfinale der Europa League das Aus. Das Team mit dem früheren deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil verlor am Donnerstag 1:3 (1:1) im Achtelfinal-Hinspiel bei Stade Rennes. Nach der frühen Führung durch Alex Iwobi in der vierten Minute schwächte der einstige Dortmunder Sokratis das Arsenal-Team durch eine Gelb-Rote Karte kurz vor der Pause (41.). Nur zwei Minuten später glich Benjamin Bourigeaud aus (43.), ein Eigentor von Nacho Monreal (65.) und ein später Treffer von Ismaila Sarr (88.) bescherten dem französischen Klub den Erfolg.

Rekordsieger FC Sevilla muss nach dem 2:2 (2:2) daheim gegen Slavia Prag ebenfalls bangen. Wissam Ben Yedder (1.) und Munir (28.) trafen zweimal zur Führung, Miroslav Stoch (25.) und Alex Kral (39.) glichen für die Gäste aus Prag noch in der ersten Hälfte jeweils aus. Der FC Villarreal hat dank des 3:1 (1:1) bei Zenit St. Petersburg indes beste Chancen auf das Weiterkommen ins Viertelfinale. Auch Dinamo Zagreb darf nach dem 1:0 (1:0) gegen Benfica Lissabon auf den Einzug unter die letzten Acht hoffen.

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