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Dynamo Dresden nach dem Pokal-Aus:Zu Ostern ein neuer Rasen

Dynamo Dresden v Borussia Dortmund - DFB Cup

Grätsche von hinten links: Sinan Tekerci (gelbes Trikot) gegen Sergio Ramos.

(Foto: Bongarts/Getty Images)
  • Dynamo Dresden liefert dem BVB einen bemerkenswerten Pokalfight. Auch die Fans bleiben ruhig.
  • Von Jürgen Klopp gibt es die besten Wünsche - und einen Tadel. Er sagt: "Dieser Rasen ist eine absolute Frechheit."
  • Hier geht es zu den Ergebnissen des Achtelfinals im DFB-Pokal.

Michael Hefele wusste sofort, dass ihm ein großer Fehler unterlaufen war, ein Fauxpas der Marke: "Hoffentlich nie wieder". Es lief die 50. Minute, Drittligist Dynamo Dresden hatte bisher gut mitgehalten gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokal, 0:0 im Achtelfinale, alles schien möglich. Dann dieser Pass: Hefele, letzter Mann vor dem Torwart, spielte den Ball quer, aber zu flach, Ciro Immobile stibitzte ihn - und versenkte zur Führung.

Sein Gesicht hatte Hefele da schon längst in den Händen vergraben, viel lieber aber hätte er alles rückgängig macht. "Wir haben gut gespielt", sagte Hefele, "und wir hätten noch viel länger eine schöne Partie gehabt, wenn ich nicht so einen Fehler gemacht hätte." Es tue ihm leid für die Fans, für die Mannschaft. Dann sagte er noch: "Der Immobile ist ein Weltklassespieler, der haut den einfach rein. Wenn nicht, würde er wohl in der dritten Liga spielen." Tatsächlich hatte es beim 2:0 (0:0) der Dortmunder in Dresden lange gar nicht nach einem Zwei-Klassen-Unterschied ausgesehen.

Wen man schon aus dem Wettbewerb gekegelt hatte in dieser Pokalsaison, das zeigten die Dresdner in ihrer Choreografie vor dem Anpfiff, als sich der K-Block in Stellung brachte: Eine riesige Walze erschien dort, mit den Logos von Schalke 04 und dem VfL Bochum, auf dem Boden davor der BVB, kurz davor, selbst erwischt zu werden. Auf dem Transparent darunter stand der Satz: "Heute walzen wir euch platt". Das klappte nicht, aber zumindest erstaunt sein konnte man. Aus mehreren Gründen.

Nach dem 3:0 der Dortmunder gegen den Erzrivalen Schalke 04 war ja Schlimmes zu erwarten gewesen aus Sicht der Dresdner, doch das Team von Trainer Peter Németh macht es dem BVB schwer: Es konzentrierte sich aufs Abwehren und tat dies mit großer Akribie.

So kam der Bundesligist bis zur Halbzeit zu keiner einzigen Großchance. "Wir standen sehr gut in der Defensive und haben gut umgeschaltet", lobte Németh später. In der 43. Minute hätte Hefele jedoch Rot sehen müssen: Er hatte im Strafraum Immobile mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen.

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