MeinungPlatzsturm von DresdenSo provozieren Fans knallharte Strafen und Maßnahmen

Kommentar von Martin Schneider

Lesezeit: 2 Min.

Polizisten stehen während einer Spielunterbrechung im Stadion vor dem K-Block mit Dresdner Fans.
Polizisten stehen während einer Spielunterbrechung im Stadion vor dem K-Block mit Dresdner Fans. Sebastian Kahnert/dpa

Zuletzt verzichtete die Innenministerkonferenz noch auf eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen in Stadien. Es ist nicht schwer zu erraten, in welche Richtung die öffentliche Meinung nach den Vorfällen von Dresden kippen wird.

Nach dem Spiel war ernsthaft Thema, wer denn nun angefangen hatte. Haben die Dresdner den Hertha-Fans eine Zaunfahne geklaut, oder haben zuerst die Berliner eine Dynamo-Fahne entwendet? Das liest sich so infantil, wie es ist, aber in der Welt von Ultra-Gruppierungen gilt das Stehlen einer fremden Flagge als massive Demütigung. Man könnte das kurios bis lustig finden und im Zuge einer liberalen Grundhaltung jedem sein Hobby lassen. Aber wenn es dazu führt, dass, wie bei diesem Zweitligaspiel am Samstagabend, Hertha-Fans den Innenraum und Dresden-Fans das Spielfeld stürmen und sich beide Gruppen gegenseitig mit Feuerwerkskörpern aller Art beschießen und bewerfen, dann verlässt es die geschlossene Welt der organisierten Fangruppen und betrifft sehr viele andere Menschen.

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