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DTM:Schwere Unfälle in der Box

Das sechste DTM-Rennen wird von Verletzungen überschattet, mehrere Fahrer verloren auf dem Hungaroring in der Boxengasse die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Das Rennen musste unterbrochen und neu gestartet werden.

Marco Wittmann hat das von mehreren Verletzungen überschattete sechste Saisonrennen der DTM gewonnen. Am Sonntag folgten hinter dem zweimaligen DTM-Meister auf dem Hungaroring Timo Glock (Wersau) und Philipp Eng (Österreich), alle im BMW. Wittmann verzichtete angesichts der dramatischen Vorfälle in der Boxengasse auf eine Champagnerdusche bei der Siegerehrung: "Ein unglaubliches Rennen. Damit hätten wir alle nicht gerechnet", sagte er und fügte mit Blick auf die schweren Unfälle an: "Ich hoffe, dass es den Jungs in der Pitlane gut geht. Für uns war es ein sehr, sehr glückliches Ende."

Kurz nach Rennstart hatte starker Regen eingesetzt, beim Abbremsen in der Boxengasse verloren die Mercedes-Piloten Lucas Auer und Edoardo Mortara sowie Bruno Spengler (BMW) die Kontrolle über ihre Autos und rutschten durch die Box. Auers Wagen rutschte frontal in einen Streckenposten. Der Rennfunktionär wurde zwischen einer Betonwand und der Motorhaube des Mercedes eingeklemmt. Er erlitt schwere Beinverletzungen. Insgesamt wurden nach Angaben der Rennleitung zwei Feuerwehrleute und ein Sportwart mittelschwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Zudem erlitten zwei Teammitglieder von Mercedes und zwei von BMW Prellungen. Das Rennen war unterbrochen und mit einer Restdauer von 28 Minuten und einer zusätzlichen Runde hinter dem Safety Car erneut gestartet worden. Auer, Mortara und Spengler wurden von der Rennleitung nachträglich disqualifiziert. Am Samstag hatte beim dritten von zehn Rennwochenenden der DTM-Saison noch Mercedes dominiert: Paul di Resta gewann vor Auer. Audi-Pilot Nico Müller erreichte Rang drei.

© SZ vom 04.06.2018 / sid, dpa

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