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DTM:Emotion im Cockpit

Gary Paffet gewinnt dank einem dritten Platz im letzten Rennen zum zweiten Mal die Meisterschaft des Deutschen Tourenwagen Masters. Mercedes holt damit zum Abschied aus der Serie das Triple.

Von Anna Dreher, Hockenheim

Dreizehn Jahre nach seinem ersten Titel hat Gary Paffett zum zweiten Mal die Meisterschaft des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) gewonnen. Auf dem Hockenheimring reichte dem Briten der dritte Platz hinter Audi-Pilot René Rast und Marco Wittmann im BMW, um sich in der Gesamtwertung mit 255 Punkten knapp gegen Rast (251) und seinen Teamkollegen Paul Di Resta (233) durchzusetzen. Die Cockpit-Kamera zeigte einen emotionalen Paffett, der mit den Tränen kämpfte: "Ihr seid unglaublich, wir haben es selbst geschafft. Das fühlt sich einfach unglaublich an", sagte der 37-Jährige, der seit 15 Jahren für Mercedes in der DTM fährt, per Funk zu seinem Team und ballte jubelnd die Hände zu Fäusten. Und später: "Das ist der schönste Tag meines Lebens. Wir haben so hart gekämpft, das Auto war wunderbar."

Mercedes hat damit zum Abschied aus der Serie das Triple aus Hersteller-, Team- und Fahrerwertung gewonnen. Nach dreißig Jahren wechselt die in dieser Rennserie erfolgreichste Marke in die Formel E, dafür steigt Aston Martin ein. Ob dieser Triumph zum Schluss tatsächlich gelingen würde, stand bis zur Zieldurchfahrt von Paffett nicht fest. Rast hatte mit seinen einmaligen sechs Siegen nacheinander für unerwartete Spannung gesorgt. Hätten die auf den letzten Runden gefährlich näher kommenden Audi-Piloten Nico Müller und Robin Frijns Paffet noch überholt, wäre der Titel an Rast gegangen.

© SZ vom 15.10.2018

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