Dritte Liga:Mulmiges Gefühl

Lesezeit: 1 min

Dritte Liga: Und immer das Virus im Nacken: Sechzigs Stefan Lex (li.) im Duell mit Karlsruhes Marco Thiede. Die Badener gewannen das Pokalspiel am Dienstag mit 1:0, haben aber inzwischen mehr als ein Dutzend Corona-Fälle.

Und immer das Virus im Nacken: Sechzigs Stefan Lex (li.) im Duell mit Karlsruhes Marco Thiede. Die Badener gewannen das Pokalspiel am Dienstag mit 1:0, haben aber inzwischen mehr als ein Dutzend Corona-Fälle.

(Foto: Mis/Imago)

Der TSV 1860 München geht mit strikten Sicherheitsvorkehrungen ins Samstagsderby gegen Türkgücü München - auch weil beim jüngsten Pokalgegner Karlsruhe inzwischen mehr als ein Dutzend Spieler positiv getestet sind.

Von Christoph Leischwitz

Natürlich ärgerte sich Michael Köllner am Freitag immer noch über das verlorene DFB-Pokal-Achtelfinale, denn "wir hätten es gewinnen können", sagt der Trainer des TSV 1860 München. Wie wichtig aber den Sechzigern das Drittliga-Derby am Samstagnachmittag (14 Uhr) ist, das war am Dienstagabend eben auch schon ersichtlich. Die Löwen lagen nur 0:1 gegen den Zweitligisten Karlsruher SC zurück, doch Köllner wechselte seine wichtigsten Offensivspieler allesamt aus. Defensivere Kollegen vergaben die Chance zum Ausgleich, "und dann hätten wir noch mal 30 Minuten mehr auf dem Buckel gehabt", sagt Köllner angesichts der englischen Wochen, die anstehen.

Nun fehlt der ebenfalls ausgewechselte Richard Neudecker gegen Türkgücü München zwar gelbgesperrt, doch auch bei ihm handelte es sich um eine Vorsichtsmaßnahme mit Blick auf den kommenden Dienstag, wenn die Sechziger Kaiserslautern empfangen. Keanu Staude und Erik Tallig hat der Trainer in den vergangenen Tagen des Öfteren gelobt, einer von beiden wird Neudecker wohl ersetzen müssen.

Der Ausfall des Schlüsselspielers ändert aber auch nichts daran, dass 1860 München inzwischen die Favoritenrolle einnimmt gegen das abstiegsbedrohte Team aus dem Münchner Osten, und offensichtlich hat die Pokalniederlage auch das gerade gewachsene Selbstvertrauen nicht nachhaltig erschüttert. "Sechzig hat ein eigenes Selbstverständnis", sagt Köllner, der Gegner kenne die Stärken seiner Mannschaft sehr genau, und Türkgücü werde "sehr tief stehen", glaubt er. Das erste Derby der beiden Mannschaften im Olympiastadion vor neun Monaten hatte Sechzig 2:0 gewonnen. "Wir wissen, dass wir im Olympiastadion bestehen können, wir haben das bereits letztes Jahr dort ohne Zuschauer geschafft."

Nachdem kurzzeitig ein Fragezeichen hinter der Austragung dieses Spiels stand, weil Türkgücü vergangene Woche vier Corona-Fälle vermeldete, beschlich am Freitag nun die Sechziger ein mulmiges Gefühl. Denn beim letzten Gegner Karlsruhe wurden mittlerweile nicht weniger als 16 Spieler positiv getestet. Man habe momentan sehr strikte Sicherheitsvorkehrungen getroffen, hieß es deshalb bei Sechzig. Wenigstens haben die Spieler angesichts einer extrem kurzen Anreise ins Olympiastadion weniger Zeit, sich auf der Reise anzustecken.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB