Dritte Liga Elfmeterdebatte

Die SpVgg Unterhaching unterliegt Wehen 1:2 und verliert durch die dritte Saisonniederlage den Anschluss an die Spitze der dritten Liga.

Von Christoph Leischwitz

Was er gerade denke, sei nicht spruchreif, sagte Markus Schwabl nach dem Spiel. Der Rechtsverteidiger der SpVgg Unterhaching hatte in der zwölften Spielminute im Drittliga-Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden einen Foulelfmeter verschuldet, und er war nicht der Einzige, der die Entscheidung des Schiedsrichters mit Entsetzen aufnahm. "Für Elfmeterschinden belohnt worden", schimpfte er. Hernach hieß es 1:2 aus Hachinger Sicht, und abgesehen von der Tatsache, dass der Sieg der Rheinhessen aufgrund der besseren Chancen verdient war, war der Pfiff und seine Folgen das vorherrschende Thema. Zumal Präsident Manfred Schwabl, Vater des vermeintlichen Übeltäters, später wegen wiederholtem Meckerns auf die Tribüne geschickt wurde.

Nach dem verwandelten Foulelfmeter durch Niklas Schmidt (13.) war das Angriffsspiel der Hachinger nach gutem Beginn ins Stocken geraten. Wehen Wiesbaden vergab gute Möglichkeiten - dann stand es plötzlich 1:1: Eine Freistoßflanke von Sascha Bigalke lenkte Wehens Moritz Kuhn unglücklich ab, Angreifer Stefan Schimmer bekam den Ball noch an den Fuß und ließ sich feiern (26.). Nach der Pause nutzten die Gäste dann eine eher kuriose Chance zum Siegtor: Nach einer hohen Eckballflanke traf Jeremias Lorch zentral vor dem Tor stehend mit einem Flachschuss (49.). Die zwingendsten Möglichkeiten hatten die Hachinger erst in der Nachspielzeit, Dombrowka scheiterte knapp (90.+4). Nach der dritten Saisonniederlage hat Verfolger Unterhaching nun doch gehörigen Abstand zur Spitzengruppe der dritten Liga.