DOSB-WahlenMayer zieht Kandidatur zurück

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Stephan Mayer (CSU) wartet während einer Konferenz der Mitgliedsverbände des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) vor dem Saal. Seine Kandidatur für das Amt des DOSB-Präsidenten zog er zurück, nun darf er vorerst nicht Vizepräsident werden.
Stephan Mayer (CSU) wartet während einer Konferenz der Mitgliedsverbände des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) vor dem Saal. Seine Kandidatur für das Amt des DOSB-Präsidenten zog er zurück, nun darf er vorerst nicht Vizepräsident werden. Marius Becker/dpa

Der CSU-Politiker will nun doch nicht DOSB-Präsident werden. Nun kämpfen noch Claudia Bokel und Thomas Weikert um die Nachfolge von Alfons Hörmann.

Im Wahlkampf um das Amt des DOSB-Präsidenten hat der CSU-Politiker Stephan Mayer seine Kandidatur zurückgezogen. Der 47 Jahre alte Bundestagsabgeordnete erklärte seinen überraschenden Verzicht am Sonntag in Düsseldorf bei einer Konferenz der Mitgliedsverbände des Deutschen Olympischen Sportbunds. Mayer war als einer von drei Bewerbern von einer Findungskommission um den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff für das Rennen um die Nachfolge von DOSB-Chef Alfons Hörmann nominiert worden. Verbleibende Kandidaten sind Claudia Bokel, die Präsidentin des Deutschen Fechter-Bundes, und der noch amtierende Tischtennis-Weltverbandschef Thomas Weikert.

"Mich hat das überrascht, er war ein kompetenter Kandidat", sagte Martin Engelhardt, der Chef der Deutschen Triathlon-Union, zu Mayers Entscheidung. Die jüngsten Turbulenzen beim DOSB hätten den Ausschlag gegeben. "Das ist aus seiner Sicht sicher die richtige Entscheidung, und die ganzen Gräben, die sich hier aufgetan haben, haben entscheidend dazu beigetragen, dass er seine Kandidatur zurückgezogen hat", sagte Engelhardt. Mayer ist derzeit noch Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Im neuen Bundestag wolle er sich weiter für den Sport engagieren, hatte der CSU-Politiker zuletzt versichert. Dabei war offen geblieben, ob er im Falle einer Wahl ins DOSB-Spitzenamt sein Bundestagsmandat weiter hätte ausüben wollen.

Der neue Präsident des Dachverbands wird am 4. Dezember in Weimar gewählt. Hörmann hatte seinen Rücktritt im Zuge der Affäre um einen anonymen Brief aus dem Mitarbeiterkreis angekündigt. In dem Schreiben wurde eine "Kultur der Angst" in der Verbandszentrale beklagt. Der Tischtennis-Funktionär Weikert und die Fecht-Präsidentin Bokel stellten am Sonntag in der Düsseldorfer Messe hinter verschlossenen Türen den Delegierten der Landessportbünde, der Spitzensportverbände und der Verbände mit besonderen Aufgaben ihre Programme vor.

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