DOSB:Athletenvertreter Koch widerspricht Hörmann

Mit einer an die Mitglieder des Sportausschusses im Bundestag adressierten Richtigstellung wehrt sich Athletenvertreter Jonathan Koch gegen Aussagen von DOSB-Präsident Hörmann. Dabei weist er dessen Behauptung zurück, dass ihn "der Sportausschuss und der Verein Athleten Deutschland unter Druck gesetzt hätten", schrieb Koch. Als gewählter Vertreter der Athleten im Präsidium sei er "nicht schutzbedürftig". Weder ein Mitglied des Deutschen Bundestages noch der Verein Athleten Deutschland hätten auf ihn Druck ausgeübt. Der DOSB-Chef soll bei der Spitzenverbändekonferenz am 11. Juni die Kommunikation im Rahmen der Führungskrise auch damit gerechtfertigt haben, Koch zu schützen. Angeblich habe er mehrmals und protokollarisch belegbar seine Haltung und Zustimmung verändert oder revidiert. Doch hatte sich Koch schon zuvor von einer Erklärung des DOSB-Präsidiums distanziert, in der Hörmann das "uneingeschränkte Vertrauen" ausgesprochen wurde. Inzwischen hat der DOSB im Dezember Neuwahlen angesetzt. Hörmann und Vizepräsident Kaweh Niroomand werden nicht kandidieren.

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