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Doping:Positiv auf Ligandrol

Positiver Dopingtest: Shayna Jack, hier auf einem Foto von April 2018.

(Foto: Manan Vatsyayana/afp)

Die australische Schwimmerin Shayna Jack will ihre Unschuld beweisen. Ihr Fall hatte ihr Schwimm-Team bei der WM in Südkorea besonders erschüttert.

Die australische Schwimmerin Shayna Jack, 20, hat bekannt gegeben, dass sie positiv auf die verbotene Substanz Ligandrol getestet wurde. Am Samstag war zunächst nur von einer "auffälligen Probe" die Rede gewesen, abgegeben vor der WM im Trainingslager in Japan. Der Fall hatte ihr Schwimm-Team besonders erschüttert, weil die Australier, allen voran Mack Horton, zuvor offensiv gegen die WM-Teilnahme des Chinesen Sun Yang protestiert hatten, der 2014 wegen Dopings gesperrt war und nun mit neuen Vorwürfen konfrontiert wird.

Ligandrol gehört zur Gruppe der Selektiven Androgenrezeptor-Modulatoren (SARMS). Es fördert den Muskelaufbau und ist in der Bodybuilderszene daher offenbar verbreitet, es lassen sich ähnliche Effekte erzielen wie mit Steroiden. Wobei Anti-Doping-Behörden darauf hinweisen, dass keine klinischen Tests an Menschen vorliegen. 2018 hatte Australiens Anti-Doping-Agentur Asada eine Warnung vor dem Wirkstoff herausgegeben, der damals zunehmend in Proben auftauchte. Ligandrol ist einfach und relativ lange nachzuweisen - was Shayna Jack nun als Beleg dafür anführt, dass das "alles keinen Sinn macht".

Jack beteuert ihre Unschuld und will beweisen, dass der Wirkstoff durch verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel in ihren Körper gelangt sei. Allerdings ist es laut den Sportregeln nun an der Athletin und deren Umfeld, eine unabsichtliche Einnahme zumindest plausibel darzulegen. Ansonsten droht Shayna Jack eine Sperre von bis zu vier Jahren.

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