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Doping in der Leichtathletik:Griechische Tragödie, die nächste

Dimitris Chondrokoukis, Hallenweltmeister im Hochsprung, ist positiv auf ein Steroid getestet, auch der Bronzemedaillen-Gewinner von 2004 aus Ungarn darf nicht nach London reisen. Dreispringerin Paraskevi Papachristou muss wegen rassistischem Twitter-Eintrag nach Hause fahren, Turner Philipp Boy stürzt zweimal im Training.

File photo of Chondrokoukis of Greece during the men's high jump final at the IAAF World Championships in Daegu

Griechische Tragödie, die nächste: Hochsprung-Hallenweltmeister Dimitris Chondrokoukis ist beim Dopen erwischt worden.

(Foto: REUTERS)

Leichtathletik, Doping: Die beiden Leichtathleten Dimitris Chondrokoukis (Griechenland) und Zoltan Kövago (Ungarn) nehmen wegen Doping-Verstößen nicht an den Olympischen Spielen in London teil. Chondrokoukis, Hallen-Weltmeister im Hochsprung, ist positiv auf das Steroid Stanozolol getestet worden. Dies bestätigte sein Trainer und Vater Kyriakos am Donnerstag. Diskuswerfer Zoltan Kövago, Bronzemedaillengewinner von Athen 2004, darf nicht nach London reisen, weil er wegen eines im August 2011 verweigerten Dopingtests am Donnerstagmorgen vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) für zwei Jahre gesperrt worden war.

Kövago war mit 68,21 Metern Fünfter der aktuellen Weltrangliste und hatte bei der EM in Helsinki hinter Harting Bronze gewonnen. Kövago hatte bestritten, dass er von einem Kontrolleur besucht worden sei. Der ungarische Verband hatte ihm geglaubt und ihn nicht gesperrt. Daraufhin rief der Weltverband IAAF den CAS an.

100 Meter, Christophe Lemaitre: Der französische Sprint-Europameister Christophe Lemaitre verzichtet bei den Olympischen Spielen in London auf einen Start über 100 Meter. "Wir haben endgültig einen Haken drunter gemacht", sagte sein Trainer Pierre Carraz der französischen Sportzeitung L'Équipe. Dafür will sich der schnellste Mann Europas lieber auf die 200 Meter konzentrieren. "Da hoffe ich auf eine Medaille", sagte Lemaitre. Beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten Mitte Juli in London war er mit 19,91 Sekunden die drittschnellste Zeit des Jahres gelaufen. Über 100 Meter hätte er bei Olympia voraussichtlich keine Chance auf einen der vorderen Plätze gehabt. Angeführt wird das Feld der Sprint-Asse, die an der Themse um Gold kämpfen, von Weltrekordler Usain Bolt, Weltmeister Yohan Blake (beide Jamaika), Tyson Gay und Justin Gatlin (beide USA)

Fußballturnier: Einen Tag vor Eröffnung der Olympischen Spiele in London sind auch die Männer ins Fußballturnier gestartet: Zum Auftakt spielte am Donnerstagmittag die Olympia-Auswahl Marokkos in Glasgow gegen Honduras 2:2 (1:0). In einem weiteren Spiel der Gruppe D stehen sich Spanien und Japan (15.45 Uhr MESZ) gegenüber. Brasilien bestreitet sein Auftaktspiel in der Gruppe C gegen Ägypten (20.45 Uhr MESZ) und Gastgeber Großbritannien trifft zur selben Zeit in der Gruppe A auf den Senegal. Die deutsche U21 hatte sich nicht fürs olympische Fußballturnier qualifiziert. Das Frauen-Fußballturnier hatte bereits am Mittwoch begonnen.

Tennis, Auslosung: Deutschlands Tennisspieler haben bei der Auslosung für das olympische Turnier im All England Club fast ausnahmslos günstige Auftaktgegner erwischt. Die Weltranglisten-Siebte Angelique Kerber, die in Wimbledon zuletzt bis ins Halbfinale vorgestoßen war, spielt in der ersten Runde gegen die Tschechin Petra Cetkovska. Die Berlinerin Sabine Lisicki trifft zu Beginn auf die international unbekannte Tunesierin Ons Jabeur, die auf Platz 297 der Weltrangliste die niedrigste Position aller Olympia-Spielerinnen einnimmt. Pech hatte einzig die Bad Oldesloerin Julia Görges, die gleich ein Duell mit Wimbledon-Finalistin Agnieszka Radwanska aus Polen erwartet. Mona Barthel, die für die verletzte Andrea Petkovic nachgerückt war, spielt in Runde eins gegen Ursula Radwanska, die Schwester der Weltranglisten-Zweiten Agnieszka. Der einzige Starter im Herrenturnier, der Ausgburger Philipp Kohlschreiber, trifft im Eröffnungsmatch auf den Slowenen Blaz Kavcic, die Nummer 77 der Weltrangliste.

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