In den vergangenen Wochen hat US-Präsident Donald Trump die Sportwelt diverse Male aufhorchen lassen. So hat er zum Beispiel Russland die Teilnahme an der Fußball-WM 2026 in Aussicht gestellt, als mögliche Belohnung für ein Ende des Krieges in der Ukraine. Er hat gefordert, dass die Football-Franchise in der Hauptstadt Washington wieder ihren alten, rassistisch belegten Spitznamen „Redskins“ verwenden möge; sonst werde er die Genehmigung für den geplanten Bau des Stadions verhindern. Sich selbst hat er zum Leiter der Regierungs-Taskforce für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles erklärt, und er hat angekündigt, dass er zum Schutz der Spiele Soldaten schicken werde, sollte es nötig sein.
Olympia und Fußball-WMWir gegen die – Trump agiert als Tullius Destructivus des Weltsports
Lesezeit: 5 Min.

Donald Trump posiert gern mit vermeintlich starken Männern – wie 1988 vor dem Kampf zwischen den mittlerweile verstorbenen Wrestlern Hulk Hogan (links) und André „The Giant“ Roussimoff bei „Wrestlemania IV“ im Trump Plaza in Atlantic City.
Susan Ragan/APKaum jemand überträgt das Element des Wettkampfes im Sport so gnadenlos auf die politische Bühne wie Donald Trump. So wird er auch Olympia und die Fußball-WM in den USA als Pfand für Deals nutzen, ob als Druckmittel oder als mögliche Belohnung.
Von Jürgen Schmieder, Los Angeles
