Wimbledon Djokovic brüllt sich ins Finale

Wieder im Finale: Novak Djokovic

(Foto: Getty Images)
  • Vorjahressieger Novak Djokovic steht als erster Finalist in Wimbledon fest.
  • Der serbische Weltranglisten-Erste setzte sich mit 6:2, 4:6, 6:3, 6:2 gegen Roberto Bautista Agut durch.

In einem hochklassigen Halbfinale hat sich Vorjahressieger Novak Djokovic mit etwas Mühe behauptet und zum sechsten Mal das Endspiel in Wimbledon erreicht. Gegen den spanischen Überraschungs-Halbfinalisten Roberto Bautista Agut setzte sich der serbische Weltranglisten-Erste am Freitag mit 6:2, 4:6, 6:3, 6:2 durch. In seinem 25. Grand-Slam-Finale trifft der 32-jährige Djokovic am Sonntag auf den spanischen Weltranglisten-Zweiten Rafael Nadal oder den achtmaligen Wimbledon-Champion Roger Federer aus der Schweiz.

2011, 2014, 2015 und 2018 triumphierte Djokovic bislang beim traditionsreichsten aller Tennis-Turniere. Gegen den Grand-Slam-Halbfinaldebütanten Bautista Agut ließ Djokovic an diesem bewölkten Sommer-Tag im Londoner Südwesten zunächst vieles spielerisch leicht aussehen.

Wimbledon

Wer aufzufallen weiß

Vor rund 15 000 Zuschauern, darunter auch der frühere Wimbledonsieger Michael Stich in der Royal Box, hatte der Titel-Mitfavorit in der Regel die bessere Antwort - egal wie sehr der Weltranglisten-22. Bautista Agut auch ackerte.

Danach präsentierte sich der Spanier als Gegner auf Augenhöhe und nervte den Serben zunehmend mit seiner Konstanz und Hartnäckigkeit. Der Titelfavorit haderte mit sich, schüttelte gar zwischen dem ersten und zweiten Aufschlag den Kopf und wich teilweise von seiner druckvollen Spielweise ab. Der Außenseiter nutzte die Schwächephase, ein Netzroller half ihm zum Satzausgleich.

Zweimal hatte der 31-jährige Spanier in diesem Jahr schon gegen die Nummer eins der Welt gewonnen. Dass er in Wimbledon aber am vorletzten Spieltag der Herren noch mitmischt, damit hatte er nicht gerechnet. Bautista Agut hatte Urlaubspläne geschmiedet, bevor er im November heiraten will. Sechs seiner Freunde reisten ohne ihn nach Ibiza, der Tennisprofi machte dem 15-fache Grand-Slam-Champion den Finaleinzug schwer. Im dritten Satz gelang Djokovic das Break zum 4:2. Auch ihm sicherte dann auch die Netzkante beim entscheidenden Volley die erneute Satzführung. Ein Halbfinale über fünf Sätze wie vor einem Jahr gegen Nadal blieb ihm erspart, weil er sich den frühen Vorteil im vierten Durchgang nicht mehr nehmen ließ.

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