Im Halbfinale der Männer kommt es am kommenden Freitag zu einem besonderen Duell. Der Weltranglistenerste Jannik Sinner aus Italien und der 24-malige Grand-Slam-Gewinner Novak Djokovic aus Serbien treffen aufeinander. Sinner, natürlich an Nummer eins gesetzt, setzte sich gegen den Amerikaner Ben Shelton mit 7:6 (2), 6:4, 6:4 durch und hatte dabei weniger Gegenwehr als erwartet. Der 23-Jährige hatte mit einer Bandage am rechten Schlagarm gespielt; im Achtelfinale hatte er sich leicht verletzt, ehe sein dortiger Gegner Grigor Dimitrov selbst verletzt aufgeben musste. Djokovic hatte beim 6:7, 6:2, 7:5, 6:4 gegen den Italiener Flavio Cobolli mehr Mühe.
Der 38-Jährige musste bei seinem zweiten Matchball einen Sturz verkraften, der zunächst so aussah, als sei ihm Schlimmeres passiert. Er war ausgerutscht. Doch er konnte zu Ende spielen und verwandelte seinen dritten Matchball gegen den Weltranglisten-24., der sich prächtig schlug. Djokovic erreichte zum 14. Mal das Halbfinale in Wimbledon und damit genau einmal öfter als der Schweizer Roger Federer. „Es bedeutet mir die Welt, dass ich in den letzten Phasen solcher Turniere noch dabei sein kann“, sagte der siebenmalige Wimbledon-Champion Djokovic. „Ich habe Sinner in der nächsten Runde, ich freue mich riesig darauf.“ Der Südtiroler, der zweimal die Australian Open und einmal die US Open gewann, kämpft um den Einzug in sein erstes Endspiel im All England Club.

