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Wimbledon:Federer trifft im Halbfinale auf Nadal

Roger Federer feiert seinen Einzug ins Wimbledon-Halbfinale.

(Foto: AFP)

Rekordchampion Federer hält dem Druck des Japaners Kei Nishikori Stand - nun kommt es zum Duell mit seinem Dauerrivalen. Novak Djokovic brilliert im Viertelfinale nach Startschwierigkeiten.

Der Schweizer Roger Federer gewann sein Viertelfinale nach einem Satzrückstand mit 4:6, 6:1, 6:4, 6:4 gegen den Japaner Kei Nishikori. Es war der hundertste Wimbledon-Sieg für Federer. Damit zog der 37-Jährige ins Halbfinale ein. "Es war schwierig. Der Anfang war brutal. Es war wichtig für mich, im zweiten Satz dann in Führung zu gehen", sagte Federer nach dem Spiel. Im Halbfinale trifft der achtmalige Wimbledon-Champion auf seinen spanischen Dauerrivalen Rafael Nadal, der sein Achtelfinale gegen den US-Amerikaner Sam Querrey mit 7:5, 6:2 und 6:2 gewann.

Zuvor war bereits Titelverteidiger Novak Djokovic mit einer Tennis-Gala zum neunten Mal ins Halbfinale von Wimbledon eingezogen. Der 32-Jährige fertigte am Mittwoch im Viertelfinale den Weltranglisten-23. David Goffin aus Belgien mit 6:4, 6:0, 6:2 ab. Nach nur 1:56 Stunden verwertete Djokovic seinen ersten Matchball und beendete das ab Ende des ersten Satzes einseitige Geschehen auf dem berühmten Londoner Centre Court.

Im Halbfinale geht der Topgesetzte auch dank der Auslosung einem Mitfavoriten aus dem Weg. In dieser Form sollte ihn am Freitag auch der Spanier Roberto Bautista Agut, der Guido Pella (Argentinien) mit 7:5, 6:4, 3:6, 6:3 schlug, nicht auf dem angestrebten Weg ins Endspiel aufhalten können. Der serbische Tennisprofi strebt bei seiner 15. Teilnahme beim Rasen-Grand-Slam-Turnier den fünften Titel an. "Er hat sehr gut angefangen, er hat das Spiel von der Grundlinie diktiert. Ich bin sehr zufrieden mit dem zweiten und dritten Satz", sagte Djokovic beim Verlassen des Courts.

Nur bis zum Gewinn des ersten Satzes musste Djokovic gegen den Finalisten von Halle und früheren Top-Ten-Spieler Goffin hart schuften. Anfangs zwang der ebenso wie der frühere Schützling von Boris Becker flinke Belgier den Titel-Mitfavoriten in begeisternde Ballwechsel und sicherte sich das erste Break zum 4:3. Dann überrollte der 15-fache Grand-Slam-Sieger seinen Kontrahenten.

Djokovic gewinnt zehn Spiele nacheinander

Der Rückstand schien wie ein Weckruf auf Djokovic zu wirken, Goffin verlor gleichzeitig seine Sicherheit. So wendete der Weltranglisten-Erste nicht nur den drohenden Satzverlust ab, er gewann zehn Spiele nacheinander - eine bemerkenswerte Serie insbesondere im Herren-Tennis auf dem schnellen grünen Untergrund.

Erst zum 1:1 im dritten Satz leuchtete unter dem aufmunternden Applaus des Publikums wieder ein Spielgewinn für Goffin auf der Anzeigetafel auf. Letztendlich war auch der 28-jährige Belgier nur ein Herausforderer, der den momentan besten Tennisprofi der Szene bei weitem nicht ernsthaft gefährdete. Als US-Open-Sieger, Australian-Open-Gewinner und Roland-Garros-Halbfinalist tritt Djokovic diesmal unter ganz anderen Vorzeichen an als noch vor zwölf Monaten. Damals hatte der Serbe unter einer langwierigen Armverletzung und Motivationsproblemen gelitten, triumphierte dann ein wenig unerwartet zum vierten Mal nach 2011, 2014 und 2015 in Wimbledon. Mit einem weiteren Erfolg am Freitag steht er nun wieder im Endspiel.

Aus für Williams/Murray

Im Mixed sind Serena Williams und Andy Murray im Achtelfinale ausgeschieden. Das Duo unterlag den an Position eins gesetzten Nicole Melichar und Bruno Soares aus den USA und Brasilien 3:6, 6:4, 2:6. Zwei Runden hatten die beiden ehemaligen Weltranglisten-Ersten zuvor gewonnen.

Dass der zweimalige Wimbledonchampion Murray bei seinem Comeback in London gemeinsam mit der 37 Jahre alten Serena Williams bei seinem Heim-Grand-Slam antritt, hatte für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Der 32-jährige Schotte hatte Ende Januar um die Fortsetzung seiner Karriere gefürchtet, ehe er dank einer Operation seine Hüftbeschwerden überwand.

Mit dem Aus im Mixed ist die Wimbledon-Rückkehr von Murray nach zweijähriger Abstinenz beendet. Im Doppel hatte der zweimalige Olympiasieger mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert schon in der zweiten Runde verloren. Auf eine baldige Rückkehr im Einzel hat der dreimalige Grand-Slam-Sieger wenig Hoffnung. Es sei "unwahrscheinlich", dass er rechtzeitig zu den US Open fit genug sei, hatte Murray gesagt. Die Weltranglisten-Zehnte Williams geht im Damen-Einzel am Donnerstag als Favoritin in das Halbfinale gegen die Tschechin Barbora Strycova.

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