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Australian Open:Djokovic spaziert ins Finale

Australian Open

Steht als erster Finalist fest: Novak Djokovic

(Foto: dpa)

Novak Djokovic hat auch die Wimbledon-Revanche gegen Roger Federer für sich entschieden und greift bei den Australian Open nach seinem achten Titel. Das 50. Duell der beiden Tennis-Stars gewann der 32-Jährige am Donnerstag in Melbourne nach einem zunächst kuriosen und dann einseitigen Spielverlauf in drei Sätzen mit 7:6 (7:1), 6:4, 6:3. An die Spannung des längsten Wimbledon-Endspiels der Turnier-Historie im vergangenen Sommer reichte das erste Grand-Slam-Wiedersehen der beiden nicht heran.

Djokovic setzte seine beeindruckende Bilanz bei seinem Lieblingsturnier fort. Sieben Mal stand er im Halbfinale, sieben Mal zog er nicht nur ins Endspiel ein, sondern gewann anschließend auch den Titel. Am Sonntag trifft der Weltranglisten-Zweite auf den Hamburger Alexander Zverev oder den Österreicher Dominic Thiem.

So wie sich Djokovic am Tag vor dem Halbfinal-Debüt von Zverev präsentierte, hat er alle Chancen, mit seinem 17. Grand-Slam-Titel näher an den Schweizer Federer heranzurücken (20). Federer startete zwar hervorragend und führte mit 5:2, doch dann ließ Djokovic seinem Dauerrivalen nur noch wenige Chancen - auch im klar gewonnenen Tiebreak. Im Finale von Wimbledon über fünf Sätze hatte der Serbe alle drei Tiebreaks für sich entschieden und Federer trotz zweier Matchbälle einen Tennis-Coup verdorben.

Federer nimmt medizinische Auszeit

Der Baseler nahm nach der klar vergebenen Führung im ersten Satz erneut eine medizinische Auszeit. Schon nach seinem spektakulären Viertelfinal-Erfolg nach sieben abgewehrten Matchbällen gegen den Amerikaner Tennys Sandgren hatte der Weltranglisten-Dritte von Problemen mit der Leiste berichtet.

"Es hätte auch anders laufen können, ich war sehr nervös am Anfang", sagte Djokovic, der danach Federer höchsten Respekt dafür zollte, dass er überhaupt angetreten war: "Roger, er war offensichtlich angeschlagen und nicht in bester körperlicher Verfassung, Respekt, dass er dennoch rauskam."

© SZ.de/sid/dpa/ska/sonn
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