MeinungIOCDie Disqualifikation von Heraskewytsch ist ein Kniefall vor dem Kreml

Kommentar von Johannes Aumüller

Lesezeit: 3 Min.

Auf dem Helm von Wladislaw Heraskewytsch sind die Bilder von 22 von Russland im Krieg getöteten Ukrainern zu sehen.
Auf dem Helm von Wladislaw Heraskewytsch sind die Bilder von 22 von Russland im Krieg getöteten Ukrainern zu sehen. Richard Heathcote/Getty Images

Ist der Helm politisch? Das mag sein. Aber indem das IOC Heraskewytsch nicht zulässt, agiert es selbst hochpolitisch – und im Sinne Russlands.

Da durften sie aber kräftig jubilieren, die Mächtigen im Kreml. Rein formal spielt Russlands Mannschaft bei diesen Winterspielen von Mailand und Cortina ja nur eine Nebenrolle: Gerade mal 13 Sportler sind zugelassen, ohne Flagge und Hymne, markiert als „neutrale Athleten“, weil das russische Olympiakomitee offiziell suspendiert ist, und quasi ohne Medaillenchance – außer im Fall der Eiskunstläuferin Adelija Petrosjan. Aber diese Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vom Donnerstagvormittag katapultierte Team Ros-si-ja mit weitem Abstand auf Platz eins des sportpolitischen Medaillenspiegels dieser Spiele.

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Das IOC hat Russland nie wegen des Krieges suspendiert – sondern aufgrund einer Formalie. In Mailand starten zwar nur 13 „neutrale Athleten“, aber das dürfte bald wieder anders aussehen.

Von Johannes Aumüller

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