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Zum Tod von Diego Maradona:Die Last, eine Legende zu sein

Diego Maradona, das waren Triumphe wie das 3:2 gegen Deutschland im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, 1986. Es waren aber auch die Nutten, das Koks, die Camorra - all das, was ihn in den Abgrund trieb.

(Foto: Staff / AFP)

Diego Maradona war einer der letzten menschlichen Helden, einer, der vor aller Augen zu den Sternen flog und wieder runterfiel. Über die Einsamkeit im Triumph und die Gabe, alle zu beschenken.

Von Javier Cáceres und Holger Gertz

Bevor noch einmal die Rede ist vom Allergrößten, ein kurzer Ausflug auf eine Nebenbühne. Zu einem, der nicht ganz so groß war, aber trotzdem königlich genug, um eine Legende sein zu können. Mané Garrincha hieß er, das Rückgrat von Geburt an deformiert, linkes Bein ein O, rechtes ein X. Ein kleiner Mann aus der brasilianischen Provinz, der bald aufstieg zu einem der glänzendsten Fußballer der Welt. Weltmeister mit Brasilien 1958, Weltmeister 1962. Und dann, als er nicht mehr spielen konnte, war es sein Schicksal, dass er noch so viel Leben vor sich hatte und nichts damit anzufangen wusste, nichts Vernünftiges jedenfalls. Aber Vernunft ist nicht für alle Menschen dieselbe Kategorie.

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