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DFL-Report:Bundesliga ist so reich wie nie

Fanshop FC Bayern München

Alles geht weg: Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge im Fanshop

(Foto: dpa)
  • Die Fußball-Bundesliga erzielt zum zehnten Mal in Serie einen Rekordumsatz. Besonders der FC Bayern profitiert.
  • Auch weltweit ist der FC Bayern in der Geldliga gut platziert: Nur Real Madrid und Manchester United setzten mehr um.
  • Deswegen urteilt Rudi Völler: "Die Lücke zu Bayern ist nie mehr zu schließen."

DFL erzielt zehnten Umsatzrekord in Serie

Die Fußball-Bundesliga hat in der vergangenen Saison 2013/14 den zehnten Umsatzrekord in Serie erzielt. Mit 2,45 Milliarden Euro wurde der Vorjahreswert um 12,9 Prozent gesteigert, der FC Bayern München verbuchte davon 20 Prozent. Das gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Donnerstag in Frankfurt/Main bekannt. Die 2. Bundesliga erreichte mit 458 Millionen Euro (plus 9,2 Prozent) ebenfalls einen Rekord.

"Der deutsche Profifußball hat in den letzten Jahren sein solides finanzielles Fundament genutzt, um eine hervorragende sportliche Entwicklung zu nehmen. Die Zukunftsperspektiven sind weiterhin positiv, denn das wirtschaftliche Wachstum der Bundesliga ist ungebrochen", sagte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung: "Dies bildet die Grundlage für die künftige Leistungsfähigkeit der Klubs und lässt sie ebenso ihre gesellschaftliche Verantwortung in vielfältiger Hinsicht wahrnehmen."

13 der 18 Vereine der Eliteklasse und damit einer mehr als im Vorjahr schrieben "schwarze Zahlen", die Personalkostenquote beläuft sich auf 36,8 Prozent. Für die Spielergehälter gaben die Bundesligisten 900 Millionen Euro aus (im Vorjahr: 847 Millionen Euro). Der Gewinn belief sich laut des vorgestellten "Bundesliga-Reports" zwar "nur" auf 38,8 Millionen Euro (im Vorjahr: 62,6 Millionen Euro) - die Einbußen in Höhe von 23,8 Millionen Euro sind aber dem neu eingeführten und anders berechneten Konzernabschluss geschuldet.

FC Bayern weltweit auf Rang drei

Nur ein paar Stunden zuvor wurde bekannt, dass die Bundesliga-Klubs auch weltweit in der Geldliga gut platziert sind. Der FC Bayern erzielte nach Angaben der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte in der Spielzeit 2013/14 einen Rekordumsatz von 487,5 Millionen Euro. Mehr Einnahmen verbuchten nur Champions-League-Sieger Real Madrid und Manchester United. Spaniens Umsatz-Schwergewicht Real kam auf 549,5 Millionen Euro. Laut Deloitte sind die Königlichen der erste Club, der mehr als 200 Millionen Euro durch Fernsehrechte einnahm. ManUnited steigerte sich im Vergleich zur Vorsaison trotz sportlicher Misserfolge vor allem dank eines lukrativen TV-Vertrags der Premier League auf 518,0 Millionen Euro. Der FC Barcelona (484,6 Millionen) fiel in dem am Donnerstag veröffentlichten Ranking vom zweiten auf den vierten Platz zurück.

Unter die 20 besten Vereine kamen aus der Bundesliga auch wieder Borussia Dortmund (261,5 Millionen Euro) als erneuter Elfter und der FC Schalke 04 (213,9 Millionen), der einen Rang verlor und nun 14. ist. Deloitte erstellt die Rangliste der umsatzstärksten Clubs auf Basis der veröffentlichten Jahresabschlüsse unter dem Titel "Football Money League". Dieses Jahr ist es die 18. Auflage.

Völler: "Die Lücke zu Bayern nie mehr zu schließen"

Rudi Völler hält - auch wegen des finanziellen Erfolgs - es für denkbar, dass der FC Bayern im deutschen Fußball für immer uneinholbar sei. "Die Lücke zu Bayern ist nie mehr zu schließen", sagte Völler in einem Interview des kicker. Der Abstand zwischen den Münchner und dem Rest der Bundesliga sei inzwischen so groß, "so gut scouten kannst du gar nicht, dass du denen einigermaßen das Wasser reichen kannst. Da liegen einfach Welten dazwischen", befand Völler.

Als Bayer Leverkusen vor mehr als zehn Jahren versucht habe, "mit den Bayern mitzuhalten, da sind wir an unsere natürlichen Grenzen gestoßen".

© SZ.de/dpa/sid
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