Florian Wirtz und Jamal Musiala :Willkommen im Vierfüßlerland

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Manchmal wirken sie im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit noch wie junge Rehe in der Abenddämmerung. Auf dem Rasen aber kennen Jamal Musiala (links) und Florian Wirtz keine Scheu. (Foto: Marc Schueler/Imago)

Das Abschneiden der deutschen Mannschaft könnte sich diesmal im vorderen Mittelfeld entscheiden. Viel wird davon abhängen, ob die Zauberlehrlinge Jamal Musiala und Florian Wirtz konstante Magie verbreiten.

Von Christof Kneer

Wenn Julian Nagelsmann sich diesen Auftritt noch mal anschaut, wird sein Urteil schnell feststehen. So geht das nicht! Sicherheitshalber könnte er seine Videoanalysten noch ein paar Szenen dieses Auftritts zusammenschneiden lassen, Spieler begreifen es ja eher, wenn sie es sehen. Also, die ernüchternde Wahrheit: Jamal Musiala wartet viel zu lang. Er schaut Florian Wirtz an, der schaut zurück, beide überlegen, dann erst tritt Musiala in Aktion. Ein paar Minuten später der umgekehrte Fall: Nun ist es Wirtz, der zögert, kurzer Seitenblick zu Musiala, aber der bietet nichts an. Also übernimmt Wirtz selbst. Und sagt, dass es „eher Intuition“ sei, wenn er im Spiel zum Dribbling ansetzt. Worauf Musiala ergänzt, er versuche eben immer herauszufinden, „was das Spiel braucht“.

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