Nick Woltemade in der NationalmannschaftDer Dreiviertelneuner

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Hat noch kein Länderspieltor, hat aber auch erst zwei Spiele gespielt: Nick Woltemade.
Hat noch kein Länderspieltor, hat aber auch erst zwei Spiele gespielt: Nick Woltemade. Branislav Racko/Imago

Nick Woltemade gilt im DFB-Team plötzlich als gesetzt. Dabei war er bis vor einem Jahr für seine Torlosigkeit berüchtigt. Die Geschichte einer Entwicklung – von Hermann Gerland bis Sebastian Hoeneß.

Von Christof Kneer

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Hermann Gerland hat seine Trainerkarriere gerade beendet, aber natürlich hat er am Wochenende wieder Fußball geschaut. Beim Spiel der U19-Junioren des FC Bayern gegen Augsburg ist ihm das aufgefallen, was ihm schon länger auffällt, vielleicht nicht gerade seit Gerd Müllers Karriereende, aber doch seit dem von Rudi Völler oder spätestens von Miroslav Klose. Dass es im deutschen Fußball viele tolle Offensivspieler gibt, Trickser und Schnickser, Dribbler und Schnibbler, wahrscheinlich sogar mehr als früher. Dass all diese begabten Buben aber halt immer aufpassen müssen, dass sie nicht das Ziel des Spiels aus den Augen verlieren. „Die Bayern haben zwar vier Tore geschossen“, sagt Gerland, „aber sie hatten 20 Torchancen, mindestens!“ An dieser Stelle wird aus Hermann Gerlands individueller Freizeitgestaltung das überwölbende Thema des deutschen Fußballs.

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