Sommermärchen-Prozess:Der DFB, die WM 2006 und die 25-Millionen-Euro-Frage

Sommermärchen-Prozess: Die Macher der WM 2006: Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger, Franz Beckenbauer und Horst R. Schmidt (v.l.n.r.)

Die Macher der WM 2006: Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger, Franz Beckenbauer und Horst R. Schmidt (v.l.n.r.)

(Foto: DB Kunz/dpa)

Kommen im Prozess um dubiose Zahlungen im Sommermärchen-Skandal hohe ehemalige Funktionäre um eine Verurteilung herum? Vieles deutet darauf hin. Aber für den DFB könnte das gravierende finanzielle Folgen haben.

Von Johannes Aumüller und Thomas Kistner

Eigentlich sollte die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes gerade in heller Vorfreude schwelgen. Im nahenden Sommer steigt von München bis Berlin, von Dortmund bis Leipzig die Fußball-Europameisterschaft. So ein Heimturnier darf selbst die Fußballnation Deutschland nur alle paar Jahrzehnte ausrichten. Nur: Die sportlichen Aussichten sind trist, die Nationalmannschaft dümpelt im Mittelmaß, und viele Menschen und Firmen im Land bewegt gerade etwas anderes als der Fußball. EM-Partylaune kann da schwer aufkommen. Und nun werden die DFB-Oberen auch noch von den Tiefausläufern des bisher letzten großen Heimturniers erreicht, der WM 2006. Die war bekanntlich zunächst ein strahlendes "Sommermärchen". Dann kamen bis heute ungeklärte Millionenzahlungen rund um den WM-Chef Franz Beckenbauer ans Licht.

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